Weiher mit Gedenkstein
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Der Gedenkstein für die erste urkundliche Erwähnung Kühnhausens bekam einen Ehrenplatz beim Treffpunkt an der Bushaltestelle.

Badeteich nimmt konkrete Gestalt an

Ein Win-Win-Weiher mitten in Kühnhausen

  • VonNico Bauer
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Das Kühnhausener Paradies nimmt Formen an. Auch wenn noch nicht gebadet werden kann, sind die Arbeiten an der Erneuerung des Weihers größtenteils abgeschlossen.

Kühnhausen/Kranzberg - Ursprünglich sollte der Weiher für ein paar Hunderttausend Euro saniert werden – inzwischen liegt man für die Erneuerung bei 1,3 Millionen Euro. Bei den Planungen hatte sich ein größere Bedarf an Erneuerungen ergeben und während der Maßnahme versetzten dann Altlasten Bürgermeister und Gemeinderat zwischenzeitlich in einen Schockzustand. Das belastete Material musste Haufenweise sortiert und weit weg gefahren werden. Alleine die Entsorgungskosten mit 450 000 Euro liegen über dem ursprünglichen Planwert der gesamten Maßnahme.

Eine ansprechende kleine Seepromenade

Mitterweile ist die Straße mit dem Gehweg fertig und Kühnhausen hat eine ansprechende kleine Seepromenade bekommen. Diese beinhaltet eine moderne Bushaltestelle und einen Ehrenplatz für den Gedenkstein, der an die erste urkundliche Erwähnung des Orts im Jahr 895 erinnert.

Nur das Badeparadies in der Ortsmitte muss man sich noch mit etwas Fantasie ausmalen. Derzeit blickt man noch auf eine größere Pfütze, weil in den kommenden Wochen und Monaten der Badesteg noch fertiggebaut werden muss. Zudem werden im Herbst noch rund um den Weiher die Landschaftsarbeiten ausgeführt. Mit der Fertigstellung des Stegs kann der Weiher dann auch komplett mit Wasser befüllt werden. Keine andere kleine Ortschaft im Landkreis dürfte dann einen solch hohen Freizeitwert in seiner Mitte bieten wie Kühnhausen.

Nur ein knappes Drittel der Kosten kommt auf die Gemeinde Kranzberg zu

Genau diese Besonderheit war ein Glück für die Gemeinde, denn das Amt für ländliche Entwicklung beteiligt sich mit 69 Prozent an den Kosten. Der Zuschuss war gedeckelt bei 1,3 Millionen Euro, die man nun auch sicher einhalten wird. Nur ein knappes Drittel der Kosten muss die Gemeinde Kranzberg ausgeben für einen schönen Weiher, der die Ortschaft aufwertet sowie als Wasserrückhalt dient. Gerade die jüngsten Naturkatastrophen haben gezeigt, dass Wasserpuffer immer wichtiger werden. Und wenn sie die Lebensqualität der Menschen erhöhen, dann ist das eine mehrfache Win-Win-Situation.

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