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Am Ortseingang von Kranzberg will die Gemeinde ein Mehrgenerationenhaus bauen. In der Sitzung am Dienstag fühlte sich der Gemeinderat „erschlagen“ von vielen Informationen.

Details zum Mehrgenerationenhaus

7,17 Millionen: Der Gemeinderat in „Schockstarre“

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Der Bauantrag für das Kranzberger Mehrgenerationenwohnen könnte eingereicht werden - eigentlich. Aber die Planer des Freisinger Büros Dantele haben ihre Rechnung ohne den Gemeinderat Kranzberg gemacht. 

Kranzberg  In der Sitzung am Dienstagabend wurde die Feinplanung des Bauprojekts in epischer Breite vorgestellt, dann aber nicht verabschiedet. Nun soll es eine Sondersitzung zu dem in der Vergangenheit schon kontrovers diskutierten Thema geben.Der Bauantrag für das Kranzberger Mehrgenerationenwohnen in der Unteren Dorfstraße könnte eigentlich eingereicht werden. Aber die Planer des Freisinger Büros Dantele haben ihre Rechnung ohne den Gemeinderat Kranzberg gemacht. In der Sitzung am Dienstagabend wurde die Feinplanung des Bauprojekts in epischer Breite vorgestellt, dann aber nicht verabschiedet. Nun soll es eine Sondersitzung zu dem in der Vergangenheit schon kontrovers diskutierten Thema geben.

Das Mehrgenerationenwohnen im Modell: Jetzt soll eine Sondersitzung anberaumt werden, in der alle offenen Fragen geklärt werden. Die aktuelle Kostenschätzung fanden viele Räte zu hoch.

Die Planung sieht vor, dass die Gemeinde für Gesamtkosten von 7,17 Millionen Euro 21 Wohnungen errichtet. Diese teilen sich auf in sechs 1,5-Zimmer-Wohnungen, sechs 2-Zimmer-Wohnungen, fünf 3-Zimmer-Wohnungen, drei 4-Zimmer-Wohnungen sowie eine Rollstuhlfahrerwohnung. Die Planer sprachen von leicht angestiegenen Kosten, nachdem bislang immer von knapp sieben Millionen Euro die Rede war. Für den Gemeinderat war die gut eineinhalbstündige Vorstellung der Planer aber dann doch zu viel an Information und vor allem an Diskussionsbedarf.

„Ob dieser Kosten ist der Gemeinderat in einer Schockstarre“, sagte Sonja Kieslinger (FWG). Sie beantragte dann auch, nach der Präsentation die finale Entscheidung zu vertagen und für das Mehrgenerationenwohnen eine Sondersitzung anzusetzen.

Unterstützung bekam sie von Andreas Adldinger: „Ich fühle mich überfordert und sehe jetzt keine Möglichkeit für eine gewissenhafte Entscheidung.“ Dem entsprach Bürgermeister Hermann Hammerl (FWG) dann auch. Florian Vierthaler (KGL) forderte aber, nicht in der nächsten Sitzung wieder bei Null zu beginnen. Als zusätzliches Angebot zu der nun angedachten Sondersitzung hat der Bürgermeister die Gemeinderäte eingeladen, am Montagvormittag beim Jourfix von Gemeinde und Planern schon einmal Fragen in der kleinen Runde anzubringen. Das wiederum fand Sonja Kieslinger „ein bisschen unfair gegenüber denen, die in die Arbeit gehen“.

Klartext sprach unterdessen Hans Halbinger (CSU), der die Planer bezüglich der 7,1 Millionen Euro Kosten frontal anging: „Das ist 30 Prozent zu teuer. Ich baue Ihnen das für fünf Millionen tutti kompletti.“ Der Kämmerer der Gemeinde Neufahrn sprach auch von einem vergleichbaren Beispiel an seinem Arbeitsplatz. Ursula Enghofer (FWG) sah bei den Gedanken aber auch das „Prinzip Hoffnung“ im Spiel. Spätestens da war klar, dass das Mehrgenerationenwohnen in Sichtweite zum Kranzberger See noch lange nicht in trockenen Tüchern ist.

Und der Zeitplan für den Bau mit der Bezugsfertigkeit im ersten Quartal des Jahres 2021 wackelt bedrohlich. Die Planer hatten sich riesige Mühe gemacht, etwa mit Visualisierungen des Bauwerks, und sie gingen auf ein hundertjährliches Hochwasserereignis ein. Selbst wenn es 50 Prozent höher sei, als für ein solches Hochwasserereignis angenommen, hätte man immer noch einen Spielraum von fünf Zentimetern. Geplant ist die Ausführung in Holzbauweise mit einem Gemeinschaftsraum, mit ganz viel Tageslicht in den Wohnungen und mit einfachen Baukörpern, für ein möglichst ruhiges Erscheinungsbild am Ortseingang.

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