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Eine grüne Oase soll sie werden, die neue Ortsmitte. Auch wenn es im Moment noch nicht danach aussieht. Aber die Bürger müssen sich einfach noch gedulden.

Neue Ortsmitte Allershausen

Ortsmitte Allershausen: Schöne Dinge brauchen Zeit

Allershausen - Momentan sieht es nach viel Beton, Baustelle und jeder Menge Erdbewegungen aus. Wie die Glonnterrassen, die neue Ortsmitte einmal sein wird, welche Möglichkeiten sie der Bevölkerung bietet, das lässt sich nur erahnen.

Zuletzt gab es Ärger mit der neuen Ortsmitte, wegen Altlasten die zu entsorgen sind und wegen den damit verbundenen Kosten. Es kam teerhaltiges Erdreich zum Vorschein. Ein Problem, das mit 450 000 Euro zu Buche schlägt. Zusätzlich zu der Bausumme von gut 1,8 Millionen Euro. Im Vorbeifahren ist nicht allzu viel zu sehen davon. Außer einer Mauer die sich vom alten Rathaus bis zur Glonnbrücke zieht. Ein Betonbauwerk, das nicht gerade den Eindruck eines Boulevards erweckt. Dass sich dahinter bald ein Park, mit Wasserinsel und viel Platz zum Verweilen und Flanieren versteckt – eine neue Ortsmitte, die diesen Namen auch verdient – davon ist Bürgermeister Rupert Popp überzeugt. „Da geht ein Geh- und Radweg, da kann man runter gehen bis zum Wasser, da werden Sitzgelegenheiten hinkommen“, erläuterte Popp die Pläne, bei einem Gespräch im Rathaus. Außerdem verwies er etwa auf einen Kinderspielplatz und eine kleine Felseninsel. Von entsprechenden Stellplätzen und Aufladestationen für Elektro-Fahrzeuge ganz zu schweigen.

Erholung auf 12300 Quadratmetern

Auf einem insgesamt 12 300 Quadratmeter großen Areal, 3800 Quadratmeter Wasserfläche inbegriffen. Alles zusammen soll im Frühjahr, spätestens im Sommer 2017, fertig sein. Dann wird man es erkennen, was es ist und was es bietet. Ein Kleinod nämlich, wie Popp es sieht. Mehr noch, ein in sich geschlossener Park. In nicht allzuferner Zukunft sogar mit Anschluss an den Kindergarten und an den Volksfestplatz. Dazu gilt es laut Popp aber noch einen Parkplatz zu erwerben, wozu allerdings ein Grundstückstausch von Nöten ist. „Manche erkennen es jetzt schon“, stellte er beim Treffen im Rathaus fest. „Die Glonn soll in dem Bereich erlebbar und begehbar sein. Das wird es auch. Ich sage nach wie vor, wenn es einmal fertig ist, dann wird jeder sagen: Ja das ist super,“ schwärmt Popp. Jetzt gebe es halt noch die Schwierigkeiten und die Tatsache, dass man etwas „hinten nach“ sei, mit den Bauarbeiten. Ansonsten zeigt sich der Rathauschef aber zuversichtlich, dass die Glonnterrassen dereinst das halten, was man sich von ihnen im Gemeinderat versprochen hat. Dort sind sämtliche Beschlüsse einstimmig gefallen, die nötig waren, um das ehrgeizige Projekt, Allershausen im Bereich der Glonn eine neue Ortmitte zu geben, auf den Weg zu bringen.

Ein Plus für den Hochwasserschutz

Eine Rolle hat dabei auch gespielt, dass sich durch die Umbauten das Rezensionsvolumen des Flusses vergrößert. Schließlich hat man tausende von Tonnen an Material herausgenommen, um das Gelände neu zu gestalten. „Es ist eine Verbesserung der Hochwassersituation“, machte Popp deutlich. Klar ist, dass man noch ein bisschen Geduld mitbringen muss, bis alle Maßnahmen, wie beispielsweise eine entsprechende Begrünung, greifen. Unstrittig ist für Popp auch, dass man irgendetwas tun hat müssen für die Ortsmitte. Er verweist dabei auf eine aus seiner Sicht sehr fruchtbare Klausurtagung und darauf, dass sich insgesamt fünf Arbeitsgruppen Gedanken darüber gemacht hätten. Es folgten eine Ausschreibung an der Hochschule Weihenstephan/Triesdorf, Studien von Studenten und ein Architektenwettbewerb. Popp ist sich sicher: „Wir haben alles Mögliche gemacht. Etwas getan für die Attraktivitätssteigerung im Ort.“ Alles gut also? Bis auf die Betonmauer vielleicht. Die kommt wohl noch ganz so gut an innerhalb der Bevölkerung. Aber auch hier ist noch nicht alles so, wie es einmal sein soll. Laut Popp wirkt die Mauer mit dem Schriftzug „Glonnterrassen“ am Ende bei Weitem nicht mehr so hoch, wenn sie einmal richtig verbaut und der Gehweg davor gepflastert ist. Außerdem erhält sie ein Geländer, was auch noch etwas bringen soll im Erscheinungsbild. Die Mauer stellt sogar einen gewissen Schallschutz dar. Ein Phänomen, dass man schon jetzt feststellen kann, wie Popp versichert. Auch die Tatsache, dass man alten Baumbestand abholzen hat müssen, verteidigt der Rathauschef. Man habe nur „altes und morsches Zeug“ herausgeschnitten, betont er mit dem Hinweis auf Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde. Auf der anderen Seite würden gut 40 Bäume neu gepflanzt und der Altbestand damit enorm aufgewertet. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das eine tolle Maßnahme ist und eine große Bereicherung für Allershausen darstellt“, sagt Popp. 

Alexander Fischer

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