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Nein, keine Badewanne! Wie am Helm, an den Aufschriften und an dem Rennsitz zu erkennen, war der Untersatz von „Paule Racing“ ganz auf Aerodynamik getrimmt.

5. Seifenkistenrennen in Weng

Wenn Reifen und der Asphalt glühen

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Weng - Der Nachfolger von Sebastian Vettel im roten Ferrari-Boliden gegen einen Feuerwehrtruck und ein „Selbstmordmobil“. Das gibt es nur beim Seifenkistenrennen des CMF Kranzberg. Am Samstag gab es bereits den 5. Großen Preis von Weng.

Die Temperaturen waren ideal, der Asphalt heiß, die Reifen konnten ihren vollen Grip entfalten. Was sich wie die Rahmenbedingungen für ein Formel 1-Rennen anhört, war am Samstag beim 5. Seifenkistenrennen des Clubs der Motorsportfreunde (CMF) Kranzberg gar nicht soooo wichtig. Denn wie immer ging es bei dem Spektakel am Kirchberg zu Weng (Gemeinde Fahrenzhausen) nicht um den, der am schnellsten in seinem selbst gebastelten Gefährt die Strecke hinter sich brachte, sondern um den, der beide Läufe möglichst in der gleichen Zeit absolvierte. 

Und vor allem ging es um die Gaudi: Die vier Jungs der Narrhalla Attenkirchen waren dafür ein Paradebeispiel. Ihr Rock’n’Roll-Train war größer als der Traktor, der ihn den Berg hinauf zog, die Rennsau auf Rollen und der rollende Teppich machten einen fast so abenteuerlichen Eindruck wie ein noch schnell zusammengebasteltes „Selbstmordmobil“. Gut also, dass sämtliche Bäume am Streckenrand für den Fall des Falles mit dicken Strohballen gesichert waren. Denn manch ein Lenker bekam schon so seine 60 „Sachen“ drauf – freilich nicht das FFW-Auto mit seiner wagemutigen Ein-Mann-Besatzung, das aber eine wunderbare Sirene besaß, und auch nicht der Hanomag aus Papier und in Türkis. Über 30 Tapfere hatten sich angemeldet, ließen sich für einen Test- und zwei Wertungsläufe den Berg hinauf ziehen, um dann konzentriert die Strecke mit ihren zwei Kurven in Angriff zu nehmen.

Einige der Vorgaben: „Promillegrenze 0“ oder auch die Helmpflicht. Während sich die zahlreichen Zuschauer auf Bierbänken im Schatten stärken oder auch die Oldtimerausstellung des CMF bewundern konnten, fuhren die Teilnehmer in drei Altersklassen ihre Sieger aus: In der Klasse der 12- bis 17-Jährigen gewann Andreas Kammerloher (der Unterschied zwischen seinen beiden Läufen betrug lediglich 0,048 Sekunden) vor Tobias Rottenfußer und Florian Golda. Bei den 18- bis 40-Jährigen war Bernhard Betz mit einer Differenz zwischen Lauf 1 und 2 von nur Sekunden 0,057 Sekunden siegreich, die weiteren Plätze belegten Paul Hanrieder und Michael Spicker. Die Klasse ab 41 Jahre entschied Leonhard Oswald für sich – bei ihm betrug die Differenz zwischen beiden Läufen 0,076 Sekunden. Mit ihm auf dem Stockerl landeten Wolfgang Ziegler und Thomas Golda. Leonhard Oskar war mit einer Zeit von 18,404 Sekunden auch der Tagesschnellste an jenem legendären Sonntag beim 5. Großen Preis von Weng.

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