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Fortschreibung Regionalplan München 

Stellungnahme gegen 3. Startbahn: Kranzberg verschärft den Ton

Der Gemeinderat hat noch einmal nachgelegt und seine Stellungnahme zum Luftverkehr im Zuge der Fortschreibung des Regionalplanes München „verschärft“.

Kranzberg – Man kam damit weitestgehend einem Vorschlag von SPD-Gemeinderat Anton Hierhager nach, der unter anderem den Einsatz von emissionsarmen Technologien in der Luft und am Boden sowie die Versorgung des Flughafens „zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien“ verlangte.

„Generell müssen Gesundheit und Lebensqualität der Menschen im Umland des Flughafens Priorität vor wirtschaftlichen Interessen haben“, hieß es in dem Beschlussvorschlag, den das Gremium jetzt einstimmig billigte.

„Wir gehen noch etwas schärfer gegen die 3. Starbahn vor“, erläuterte Bürgermeister Hermann Hammerl die Haltung der Gemeinde. Martin Oberprieler (KGL) spielte auf die Rolle der Bürgerinitiative „Flak“ an, deren Arbeit „beste Grundlage“ für die jetzt getroffene Stellungnahme gewesen sei. Hierhager brachte indes die Hoffnung zum Ausdruck, dass es im Zuge des Regionalplans und aufgrund der Stellungnahme zu „weniger Lärm und Dreck“ sowie zu „einem Umdenken der Verkehrspolitik in Bayern und in Deutschland komme“. Hammerl vertrat die Ansicht, dass es den Verantwortlichen am Ende wohl doch „nur um’s Geld“ bei den Überlegungen zur 3. Startbahn gehe. Ursula Enghofer (FWG) zeigte sich unabhängig davon erfreut darüber, dass man jetzt „eine ganz klare Aussage“ zu den Themen Flughafen und 3. Startbahn getroffen habe.

Zu den im Zuge des Regionalplans München geäußerten Forderungen der Gemeinde zählt es auch, dass man Kleinflugzeuge zum Beispiel nach Oberpfaffenhofen auslagert, um die Belastungen am Münchner Flughafen zu reduzieren. Helfen könnte der Stellungnahme zufolge die „Erstellung eines bayernweiten Luftverkehrskonzeptes unter Einbeziehung der Flughäfen Nürnberg und Memmingen“. Eine generelle Ablehnung des Flughafens enthält das Papier nicht. Denn, wie es heißt, trägt er „zur Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region sowie ihrer allgemeinen Attraktivität bei.“

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