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Vereinsheim Kranzberg neu hergerichtet: „Es lag einiges im Argen“

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Von: Nico Bauer

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Sie haben das Vereinsheim wiederbelebt: Wirt Sulaj „Bene“ Shkumbin (l.) und SVK-Chef Anton Hierhager. 
Sie haben das Vereinsheim wiederbelebt: Wirt Sulaj „Bene“ Shkumbin (l.) und SVK-Chef Anton Hierhager.  © Bauer

Das Vereinsheim in Kranzberg bedeutete für den neuen Vorstand nicht nur viel Arbeit, sondern hat auch eine Menge Geld verschlungen. Doch es hat sich gelohnt.

Kranzberg - Als der SV Kranzberg vor rund eineinhalb Jahren wegen des Lockdowns per Briefwahl den Vorstand neu wählte, wussten der 1. Vorsitzende Anton Hierhager und seine Mitstreiter um eine Baustelle, die das Vereinsheim darstellen würde. Allerdings ahnte da noch niemand, dass man das Herzstück des Vereins mit einem mittleren fünfstelligen Betrag wiederbeleben müsse. Am Freitag eröffnete die Gaststätte „VaBene“ – ein Happy End für den Verein.
Am Freitag eröffnete die Gaststätte „VaBene“ – ein Happy End für den Verein.

„Wir wussten schon, dass einiges im Argen liegt“, sagt Anton Hierhager. „Aber dieser Hammer hat alles übertroffen.“ Man habe das Sportheim nach sechs Monaten, in denen nichts getan worden war, in einem desolaten Zustand vorgefunden. Selbst der Anschluss an die Kanalisation habe nicht mehr funktioniert, und es tauchten fast täglich neue Baustellen auf. So waren etwa die Toiletten der Stockschützen schon länger nicht mehr nutzbar.

Hierhager und die neue Vorstandschaft packten alle Probleme gleichzeitig an. Drei Sponsoren unterstützten den Verein, zudem leisteten die Mitglieder jede Menge Eigenarbeit. Unterm Strich schulterte man so den mittleren fünfstelligen Betrag, mit dem die Möbel in der Gaststätte neu gepolstert wurden, der Kanalanschluss gangbar gemacht und in der Küche ein großer Teil erneuert wurde. Der Verein musste keine Schulden machen, und der Neustart des Sportbetriebs nach den zwei Lockdowns wurde auch nicht beeinträchtigt.

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Besonders stolz ist der Vorsitzende auf die VIP-Tribüne an der Terrasse. Hier wurde eine Holzbühne errichtet, die in den warmen Jahreszeiten neue Optionen für Veranstaltungen bietet. So könnten auf der überdachten Bühne Konzerte oder ähnliche Events abgehalten werden. Der Außenbereich der Gastronomie bietet Platz für das Publikum, und bei großen Events wäre noch ein weiterer Besucherbereich auf dem Fußballplatz möglich.

Mittendrin in der Hauruck-Aktion des SV Kranzberg war auch der neue Gastwirt Sulaj „Bene“ Shkumbin, der bereits die Gaststätte auf dem Gelände des Tennisvereins TC Rot-Weiß Freising betreibt. Er beteiligte sich schon intensiv an den Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten, was ein deutliches Zeichen ist, dass der neue Pächter gekommen ist, um langfristig zu bleiben.

Bei der finalen Kontrolle hatte auch das Freisinger Gesundheitsamt nichts zu bemängeln. Nun hofft Clubchef Hierhager, dass die Kranzberger ihre Gastronomie in der Ortsmitte wiederentdecken. NICO BAUER

Neue Damentoiletten

Schon als das Sportheim vor Corona geöffnet hatte, gab es einige Frauen, die nicht gerne ins Sportheim des SV Kranzberg gingen. Der Grund waren die alten Toiletten. Während der Sanierungsarbeiten der vergangenen Monate erfragte ein weibliches Mitglied des Vereins den Preis einer neuen Kloschüssel und überwies dann zur Überraschung aller 180 Euro für eine neue Keramik auf der Damentoilette. Insgesamt spendeten drei Frauen je 180 Euro für eine Toilettenschüssel, und die vierte spendierte die beauftragte Sanitärfirma. Diese Anekdote amüsierte Vorsitzenden Anton Hierhager: „Die Spenderinnen mit den persönlichen Kloschüsseln dürfen sich künftig vorne anstellen, wenn es mal eine Schlange vor der Damentoilette gibt.“

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