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Im geliehenen Imkeranzug hat Kranzbergs Geschäftsleiter Klaus Burgstaller die Wespen umgesiedelt. 

Sondereinsatz am Kranzberger Kinderhaus

Wespenvolk im Gartentürl

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Wespenalarm im Kranzberger Kinderhaus Kleeblattl: Die unbeliebten Insekten hatten sich im Hohlraum des Gartentürls eingenistet. Da Wespen unter Naturschutz stehen, darf die Giftkeule nicht geschwungen werden. Geschäftsleiter Klaus Burgstaller – seines Zeichens Hobbyimker – wusste sich zu helfen.

Kranzberg Es hatte etwas von einem Sondereinsatz in der Kranzberger Kindertageseinrichtung: Ein Wespenvolk war auf der Suche nach einem neuen Quartier in einem Hohlraum eines Gartentors nahe der Krippengruppen fündig geworden und hatte sich dort eingenistet. Da dies eine Gefährdung der kleinen Kinder darstellt, musste schnell eine Lösung her: Nachdem Wespen unter Naturschutz stehen und auch die Kinder nicht anderweitig gefährdet werden sollten, kam ein Gifteinsatz für die Gemeinde Kranzberg nicht in Frage.

Also war Geschäftsleiter und Hobbyimker Klaus Burgstaller gefragt. „Na bravo, was machst jetzt mit denen“, sei sein erster Gedanke gewesen. Dann erinnerte er sich, dass in der Nähe des Kinderhauses ein Imker wohnt, holte sich kurzerhand bei ihm den Imkeranzug und konnte – gut geschützt – die Wespen umlagern. Und das passierte so: Burgstaller schraubte das Tor ab und stellte es ein großes Stück entfernt wieder ab. „Versteckt“, wie er sagt. Denn Bienen und Wespen ziehen – wenn das Nest in unmittelbarer Nähe, sprich näher als drei Kilometer, wieder abgestellt wird – wieder ein.

Die verbliebenen Pfosten wurden mit einem etwas streng riechenden Mittel punktuell eingesprüht, um die verbleibenden Wespen zu verscheuchen, was auch funktionierte. Danach wurden die Löcher einfach zugeklebt, weil einige Wespen, die das Tor nicht mehr vorfanden, in die Pfosten ziehen wollten. Burgstallers Fazit eines außergewöhnlichen Arbeitstags: „Wir haben eine pragmatische Lösung für die Kinder und Wespen gefunden.“

Und was ist zu tun, wenn man zuhause beispielsweise im Rollokasten ein Wespennest vorfindet? Burgstallers Appell: „Auf jeden Fall Ruhe bewahren – die Wespen tun einem nichts, solange sie sich nicht bedroht fühlen.“ Da sie eben unter Naturschutz stehen, dürfe man auch im Privaten nicht ohne Sondergenehmigung des Landratsamts mit Gift hantieren. „Und die gibt es auch nur, wenn eine große Gefahr von den Wespen ausgeht – was in der Regel nicht der Fall ist.“ Burgstaller musste selbst bei sich zu Hause ein Wespennest im Rollokasten entfernen und ist dafür richtig kreativ geworden: „Ich hab eine Seidenstrumpfhose in den Staubsauger gepackt, die Wespen eingesaugt und sie mit dem Radl weggefahren.“ Dass das nichts für jedermann ist, ist Burgstaller klar. Er räumt aber auch mit einem Vorurteil auf: „Die Feuerwehren sind nicht für das Entfernen von Wespennestern zuständig – es sei denn, es ist Gefahr in Verzug.“ Wer einen Rat oder Hilfe in Sachen Wespenumsiedlung braucht, der soll sich, so Burgstaller, mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Freising, Jörg Steiner, in Verbindung setzen.

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