Aus dem Kranzberger Gemeinderat 

Die Suche nach Baugrund zieht sich

Kranzberg - Die Nachfrage nach Bauland in Kranzberg ist groß, doch derzeit fehlen der Gemeinde dafür geeignete Flächen. Bis ein neues Baugebiet ausgewiesen werden kann, ist aber Geduld gefragt. Denn es sind noch einige Hürden zu überwinden.

Die letzten beiden Baugrundstücke, die zur Verfügung standen, hat die Gemeinde Kranzberg Anfang des Jahres bereits verkauft. Seitdem arbeitet Bürgermeister Hermann Hammerl daran, neue Flächen zu generieren. Doch das zieht sich noch eine Weile hin – länger, als es die Gemeinde erwartet hatte.

Zwar hat man im Rathaus bereits Areale im Blick – sowohl im Hauptort als auch in den Gemeindeteilen Hohenbercha und Gremertshausen. Der Bürgermeister ist auch vom Gemeinderat bereits im Mai bevollmächtigt worden, Grundstücksverhandlungen aufzunehmen, doch noch fehlen die Grundstücksbewertungen. „Der Gutachterausschuss hat bereits vor über einem Jahr den Auftrag dazu bekommen“, berichtet Klaus Burgstaller, Geschäftsleiter der Gemeinde. „Aber bisher haben wir noch keine Ergebnisse.“

Der Ausschuss sei bereits bei der Erstellung der Bodenrichtwerte in Verzug geraten. Und die seien die Grundlage für die Festlegung der Ankaufspreise. „Der Bürgermeister steht Gewehr bei Fuß.“

Um sich die Wartezeit zu verkürzen, hat die Gemeinde parallel dazu bereits mit anderen Hausaufgaben begonnen: der Konzipierung eines Einheimischenmodells für die künftigen Baugebiete. Zwar existieren bereits Kriterien, doch die sind nicht konform mit gängigem EU-Recht, wie Burgstaller erklärt: „Wir müssen unsere Richtlinien aktualisieren.“ Möglich sei es beispielsweise, ein Punktemodell einzuführen, bei dem verschiedene Variablen eine Rolle spielen. Zum Beispiel: Wie lang lebt der Antragsteller schon in der Gemeinde? Wie hoch ist sein Einkommen? Wie viele Kinder hat er?

Die Gemeinderäte haben nun bis Ende des Jahres Zeit, ihre Vorstellungen einzubringen. „Das bündeln wir und lassen uns anschließend von Fachanwälten beraten, was möglich ist“, sagte Burgstaller. Das soll im ersten Quartal des kommenden Jahres geschehen. „Dann müssen wir uns einigen.“ Denn derzeit, so verrät der Geschäftsleiter, existieren im Gemeinderat kontroverse Vorstellungen.

Eines steht bei allen außer Frage: Es pressiert. Denn bereits im Mai hatte Bürgermeister Hammerl erklärt: „Es besteht eine sehr hohe Nachfrage nach neuen Baugrundstücken – sowohl von der einheimischen Bevölkerung wie auch von außerhalb.“

Rubriklistenbild: © dpa

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