Etwa 35 Euro kosten Rauchmelder , die auch ihren Zweck erfüllen und langfristig Sicherheit garantieren. Fkn

Zum Tag des Rauchmelders

Kreisbrandinspektor Schindler: „Jeder Alarm eine zusätzliche Belastung“

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Es ist nur ein wenige Zentimeter großes Gerät, das Leben retten kann – Heimrauchmelder. Bis Jahresende müssen sämtliche Wohnungen damit ausgestattet sein. Doch es reicht nicht, die Warner einfach nur an die Decke zu hängen. Kreisbrandinspektor (KBI) Rudolf Schindler weist am heutigen „Tag des Rauchmelders“ auch auf einige Gefahren hin – vor allem durch Billigware.

Freising Der Gesetzgeber schreibt die kleinen Warner bislang nur für neu geschaffene Räume vor. Damit ist zum Jahresende Schluss. Ab 2018 müssen sämtliche Wohnungen und Häuser damit ausgerüstet sein. Darauf weist Kreisbrandinspektor Rudolf Schindler hin. Er empfiehlt die kleinen Boxen schon zum Eigenschutz, denn so werden Bewohner rechtzeitig gewarnt. Gerade nachts werden Feuer und Rauch oft (zu) spät bemerkt – eine tödliche Gefahr. Es reichen ein paar Atemzüge im Qualm, um eine tödliche Vergiftung zu erleiden.

Etwa 35 Euro kosten Rauchmelder , die auch ihren Zweck erfüllen und langfristig Sicherheit garantieren. Fkn

Der Brandexperte warnt davor, es nur bei Kauf und Montage bewenden zu lassen. „Neben der korrekten Installation gehört auch die regelmäßige Wartung dazu.“ Die Pflicht gelte für das Eigenheim und selbst genutzte Eigentumswohnungen sowie vermietete Immobilien. „Eigentümer müssen die Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherstellen“, erklärt Schindler. Jeder Melder piepst zwar, wenn die Batterie zur Neige geht. Fahrlässig sei es jedoch, dann einfach die Batterie herauszunehmen und den Warner in der Küchenschublade verschwinden zu lassen.

Es gibt laut Schindler eine zweite Seite der Medaille: Der Piepton einer leeren Batterie könne zu Fehlalarmierungen führen, wenn etwa Nachbarn deswegen einen Notruf absetzen. „Jeder Fehlalarm ist eine zusätzliche Belastung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis. Im Zweifel sollte man aber nicht zögern und den Notruf 112 wählen.“

Mit Fehlalarmen haben Schindler und seine Feuerwehr-Kollegen ohnehin bereits ihre Erfahrungen gemacht. Schuld seien häufig Billig-Rauchmelder, die schon für ein paar Euro im Supermarkt zu haben und sehr fehlalarmanfällig seien. „Das ist uns schon zigmal passiert“, berichtet Schindler. Dann stehe man, wenn der Bewohner nicht da ist, vor der verschlossenen Haustür und dürfe die auch nicht aufbrechen, wenn es nicht raucht und qualmt. „Dann müssen wir warten, bis der Rauchmelder den Geist aufgibt“, sagt Schindler. Er rät daher dringend, sich 35 Euro für einen „g’scheiten“ Melder zu leisten und den auch von Experten montieren zu lassen. „Da hat man dann auch eine Zehn-Jahres-Batterie“, an deren Lebensende der Rauchmelder komplett durch einen neuen ersetzt wird. „Nur so hat man auf Dauer Sicherheit.“ Der Fachmann kenne auch den richtigen Standort für den Melder: „Im Bad oder der Küche gibt’s nur wieder Fehlalarme.“

Auf ein spezielles Angebot weist der Malteser Hilfsdienst hin. „Senioren und Menschen mit Behinderung, die ihre Wohnung noch mit Rauchmeldern ausstatten müssen, sollten überlegen, mit einer Kombination von Hausnotruf und Rauchmeldern in doppelte Sicherheit zu investieren“, empfiehlt Malteser-Seniorenberater Walter Mendisch. So würde nicht nur der Bewohner gewarnt, sondern gleichzeitig auch die Rettung alarmiert. Ideale Standorte für Rauchmelder sind Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure. Wer sie an die Decken von Küche und Bad hängt, riskiert reihenweise Fehlalarme. Denn die Geräte reagieren auch auf den Wasserdampf aus Dusche oder dem Kochtopf oder dem Dunst aus der Bratpfanne.

Gut zu wissen

Infos gibt es auf www.rauchmelder-lebensretter.de.

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