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Alles beim Alten bleibt an der Kreuzung Di esel-/Fraunhoferstraße. Der Ausschuss lehnte einen Kreisverkehr ab.

Aus dem Bauausschuss

Kreisel-Idee fällt durch

Eching - Kreisverkehr statt Ampelanlage? Bevor die Sanierungspläne für die Kreuzung Diesel-/Fraunhoferstraße im Echinger Gewerbegebiet Ost in Angriff genommen werden, hat Rathauschef Sebastian Thaler dem Bauausschuss am Dienstag einen alternativen Vorschlag unterbreitet. Dieser wurde jedoch abgelehnt – was nicht nur an den Kosten lag.

Sie ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Eching-Ost: die Kreuzung der Diesel- mit der Fraunhoferstraße, die in nördlicher Richtung zum A 92-Zubringer wird. Anfang Januar wurde im Bauausschuss die Deckensanierung des Kreuzungsbereichs beschlossen. Kurz darauf kamen in der Gemeindeverwaltung allerdings Überlegungen auf, ob es langfristig nicht sinnvoller sei, die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu ersetzen. Die Vorteile laut Verwaltung: keine Ampeln, keine Betriebskosten, guter Verkehrsfluss, mehr Sicherheit, weniger Lärm bzw. Abgase – und nicht zuletzt die Auslegung auf die neuen „Giga-Liner“ (größere Lkw).

Man beauftragte einen Fachplaner, der für den Bauausschuss in kurzer Zeit einen Vorentwurf zusammenbastelte. Ein Vertreter des Ingenieurbüros Heinhaus präsentierte den Kreisel mit einspuriger Fahrbahn und zusätzlichem Rechtsabbiegestreifen im südwestlichen Bereich (an der Tankstelle). Idealerweise sollte das Nord-Ost-Segment mit einer weiteren Fahrspur als Bypass – von der Dieselstraße kommend in Richtung Autobahnanschluss – verstärkt werden. Für letztgenannte Maßnahme wäre allerdings ein Grunderwerb von rund 175 Quadratmeter nötig. Der Grundstücksbesitzer, die Firma Penny, soll, so Bürgermeister Thaler, schon ihr Einverständnis angedeutet haben. „Schließlich hat das Unternehmen mit seinen Lkw ja auch was davon.“

Was man aus Sicht der Fußgänger und Radfahrer allerdings nicht behaupten kann. Deren Sicherheit, das gab auch die Verwaltung zu, würde ohne eine Ampel an dieser Stelle verschlechtert. Weiterer Nachteil: die Kosten. 500 000 bis 600 000 Euro würde ein Kreisverkehr im Vergleich zu der Kreuzungssanierung mehr kosten.

Die Räte konnte die Kreisel-Idee jedenfalls nicht überzeugen. FW-Sprecher Otmar Dallinger bezeichnete die Anforderungen in diesem Gebiet für so eine Variante als „nicht passend“. Er könne sich aufgrund der zahlreichen Brummis im Gewerbegebiet kaum vorstellen, dass der Verkehr so besser fließt. Außerdem erinnerte er an „die zahlreichen Fahrradfahrer und natürlich die Mehrkosten“. Eine Verbesserung konnte Georg Bartl (CSU) ebenfalls nicht erkennen: „Der Verkehr wird doch auch so gut abgewickelt.“ Er hatte kein Verständnis für den „Zwang, dass man sich über sowas überhaupt Gedanken macht“.

Zustimmung für das Vorhaben erhielt der Bürgermeister nur von Sylvia Jung (BfE). Am Ende wurde der Kreisel bei ihren beiden Gegenstimmen abgelehnt. Die Kreuzung wird wie geplant saniert.

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