Kreistags-Petition in Sachen Jugendsozialarbeit: "Diskriminierung"

Freising - Vertreter alle Parteien und Gruppierungen im Kreistag haben eine Petition gegen die aktuelle „Richtlinien zur Förderung der Jugendsozialarbeit an Schulen“ an den Bayerischen Landtag eingereicht.

Die nämlich stellten eine Diskriminierung der Kinder dar - und zielten am tatsächlichen Bedarf vorbei. Das teilte Kreisrat Samuel Fosso (FSM) im Namen aller Unterzeichner mit. Besonders wichtig sei bei der Petition die Überparteilichkeit. „Das zeigt, wie wichtig das Thema für unseren Landkreis ist“.

Die Unterzeichner bitten das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration um eine Änderung der Richtlinie, „die eine Migrantenquote von mindestens 20 Prozent voraussetzt. Dieses Förderkriterium sei fachlich und mit den Erfahrungswerten aus der Praxis „nicht zu begründen“, betont Fosso. Der tatsächliche Bedarf für Jugendsozialarbeit an der jeweiligen Schule hänge nicht vom Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund ab, sondern von einer Vielzahl verschiedener Faktoren“. Mit diesem Förderkriterium werde dagegen suggeriert, dass sich ein Bedarf und somit eine Problemstellung nur durch den bloßen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund ergebe. Fosso: „Dies stellt aus unserer Sicht eine Diskriminierung der Kinder mit als auch ohne Migrationshintergrund dar.“

Deutlich geworden sei das zum Beispiel, als die Grundschule in Au bei der aktuellen Bedarfsabfrage einen Bedarf an Jugendsozialarbeit angemeldet hatte, obwohl dort der Anteil der ausländischen Schüler deutlich unter 20 Prozent liege.

Tatsächlich müsse der Bedarf an Jugendsozialarbeit „für jede Grundschule im konkreten Einzelfall geprüft werden“, schreibt Fosso im Nahmen aller zwölf Unterzeichner - Landrat Josef Hauner mit eingeschlossen.

Ein erheblicher Kostenanteil der Jugendsozialarbeit verbleibe ohnehin auf der kommunalen Ebeen, so dass man einen Bedarf hier „schon aus eigenen finanziellen Erwägungen heraus genau prüfen wird.“ hob

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