Kreisverband zieht Bilanz

Landschaftspfleger stärken den Ausgleich

Einen großen Aufgabenkatalog bewältigten die Aktiven des Landschaftspflegeverbands Freising im Jahr 2016 auf den Fluren des Landkreises. Der Vorsitzende Robert Scholz zog jetzt Bilanz.

Freising – Für die „konstruktive Zusammenarbeit und Treue“ dankte der Vorsitzende Robert Scholz seiner Truppe im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung. Bedes war wichtig für die Motivation der Aktiven – gerade im vergangenen Jahr. Denn zum Aufgabenschwerpunkt des Verbands, der Umsetzung von Flächen-Ausgleichsmaßnahmen auf Gemeindearealen, kam ein ganzes Bündel neuer Aufgaben hinzu. So mussten beispielsweise Konzepte für die Heckenpflege im Gemeindegebiet von Zolling erstellt werden. Zudem standen die Konzeption eines Förderantrags für die Renaturierung von Quellstandorten im Ampertal und die Vorstellung von fünf Projektideen vor dem Leader-Lenkungsausschuss auf der Agenda. Auch der Jahresumsatz spiegelt das große Engagement des Verbands wieder: Rund 252 000 Euro wurden im Jahr 2016 zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft im Landkreis Freising in die Hand genommen

Insbesondere das neue Projekt boden:ständig, in dem es um Boden- und Gewässerschutz geht, verlangte dabei die volle Aufmerksamkeit. Projektgebiete sind der Ambacher Bach (Gemeinde Haag), Thalhauser Graben (Freising und Kranzberg) und der Hutgraben (Wolfersdorf und Zolling). Scholz erklärt: „Mit dem Arbeitsteam vom Planungsbüro Angelika Ruhland und Ecozept aus Freising konnten zusammen mit den Landwirten erfolgreich Zwischenfrüchte angesät werden. Diese Aktion ist wesentlicher Beitrag zum Erosionsschutz.“ Das Amt für Ländliche Entwicklung versucht nun, blickte der Vorsitzende in der Hauptversammlung voraus, zusammen mit Landwirten und Bürgermeistern unter Berücksichtigung aller Projektgebiete konkrete Bachrenaturierungsmaßnahmen, den Bau von Regenrückhaltezonen und die Anpflanzung von Feldgehölzen umzusetzen.

Rund 60 Hektar Ausgleichflächen wurden 2016 im Gegenzug zum Flächenverbrauch von Baumaßnahmen in der Region angelegt. „Und auch die nötige Pflege der neuen Areale wurde in Zusammenarbeit mit Landwirten aufgebaut“, blätterte der Vorsitzende in der Bilanz: „Alle diese Flächen werden künftig bewirtschaftet – entweder als Wiese oder Weidefläche.“

Hoffnungsvoll stimmte die Landschaftspfleger die Zusammenarbeit mit der Heinz-Sielmann-Stiftung. Robert Scholz: „Die Stiftung möchte sich nachhaltig für Renaturierungsprojekte im Ampertal engagieren, wie etwa das Quellschutzprojekt bei Giesenbach.“ Heuer werden zudem die 2016 gestarteten Beweidungsprojekte weitergeführt und auch ausgeweitet, blickte Scholz voraus: „Mit der Beweidung per Schaf oder Pferd können sowohl Streuobst- als auch Blumenwiesen, wie bei Laimbach oder Aiterbach, nachhaltig geschützt werden.“  ft

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