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Tosender Applaus in der ausverkauften Hopfenlandhalle gab es für den Prinzenwalzer von Marion Pichler und Florian Petz, die zu italienischen Klängen eine kesse Sohle aufs Parkett legten.

Intrhonisation in Au

Kriminell guter Faschingsauftakt

Am Dreikönigstag kürte Au sein neues Prinzenpaar. Dem Motto „La cosa nostra“ entsprechend, kam die ganze Großfamilie zusammen, um der mafiösen Verbindung zwischen einem 24-jährigen Osseltshauser und einer 19-Jährigen mit österreichischen Wurzeln zu huldigen.

Au/HallertauDie ausverkaufte Hopfenlandhalle bildete den idealen Rahmen für den „Deal“. Sehr zur Freude von Narrhalla-Boss Robert Rank, der Ehrenpräsidentin Petra Roggenbuck und Hofmarschall Martin Linseisen zum Eröffnungstänzchen bat. Dann nahm alles seinen Lauf. Hatten zuvor die Kinder der „P’Auer Dancers“ noch für Ablenkung gesorgt (Bericht folgt), so kam es dann zur Übernahme des Hoheitsgebiets. Leicht fiel es den bisherigen Regenten Laura und Martin nicht, wie sie verkündeten, zu sehr hatten sich beide einen Fasching lang an Macht, Einfluss und die tolle Truppe gewöhnt. Weil jedoch nun ihre beste Freundin Marion das Herrschaftsgebiet übernehme, so die scheidende Prinzessin Laura, falle ihr die Übergabe des Zepters am Ende dann doch leicht. Das freute Marion (Pichler), die ihren neuen Namen „vom Alpenland und Gardegwand“ ihrem Papa, einem gebürtigen Österreicher, sowie ihrem mehrjährigen Engagement bei der Narrhalla zu verdanken hat. Prinz Florian (Petz), gelernter Brauer, hingegen ist ein Newcomer auf dem Faschingsfeld. Fehlte nur noch das Startkapital, das Hofmarschall Martin Linseisen in der gut gefüllten Kasse im Rathaus gegeben sah. Dabei war Linseisen als 3. Bürgermeister des Marktes ein gewisses „Insiderwissen“ zu unterstellen.

Es folgte der schwere Gang von Rathauschef Karl Ecker auf die Bühne, wohl wissend, dass mit der Schlüsselübergabe nun zeitweilig andere regieren. „Wenn ihr die Kasse aufbringt, viel Vergnügen“, so Ecker, der sich der Faschings-Mafia beugte und den Schlüssel ohne zu murren abgab. Mit Zepter und Schlüssel versehen, änderte das Prinzenpaar die Taktik. Zuvor eher wortkarg, gab es dann klare Ansagen der beiden. „Wir werden heute Abend unsere ersten Worte an euch richten und können nur nette Menschen in der Karl-Ecker-Gedächtnishalle sichten“, so Prinz Florian, der vom vielschichtigen Petz-Clan aus Osseltshausen stammt. Jedoch stellte sein weibliches Gegenüber umgehend die eigentlichen Machtverhältnisse beim neuen Mafia-Paar klar: „Ich, Patin Marion vom Alpenland und Gardegwand, habe meinen Prinz fest in der Hand.“ Alles kein Problem für Prinz Florian, der sich darauf seinen eigenen Reim machte: „Ich hab’ anscheinend nicht viel zum Song, dafür bring’ ich ein wenig Osseltshauser Kultur rein in den Lod’n“.

„Tanzkultur“ beispielsweise, wie die Osseltshauser Schäffler sie seit über einem Jahrhundert präsentiert. Statt „Aber heit is koit“ drang jedoch schmissige, italienische Musik über den Äther, zu der Prinz Florian mit seiner „Patin“ mehrere Runden drehte. Angespornt von der Großfamilie ließen sich die beiden sogar zu einer Zugabe hinreißen: dafür entledigte sich „Patin Marion“ sogar Teilen ihres grünes Satinkleids mit Spitze und allerhand Glitzer. Zuvor hatten ihnen bereits neun Gardemädels mit einem Traditionsmedley den Weg bereitet, und auch gezeigt, dass sie nicht von schlechten Eltern sind.

Fazit: Der Fasching 2018 ist zwar kurz, jedoch fließt heuer viel italienisches Faschingsblut in den Adern aller Beteiligten.

Martin Hellerbrand

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