Kulturausschuss Freising

Zwei Zuschuss-Zusagen und ein Kompromiss

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Zwei Mal gab der Kulturausschuss am Dienstag Grünes Licht für Zuschussanträge für Mittel aus dem Kulturfonds. In einem Fall steht die Ampel zwar nicht auf Rot, aber auf Gelb.

Freising – Zum fünften Mal organisiert Maria Lintl für junge Freisinger Musiker einen Meisterkurs, der als Vorbereitung auf ein kommendes Musikstudium dienen soll. Neben einem Workshop wird es ein Abschlusskonzert geben. Die Kosten für den Meisterkurs werden mit 3250 Euro veranschlagt, vor allem Honorare und Reisekosten für Dozenten fallen darunter. Eigenmittel, Eintrittsgelder aus dem Konzert, Sponsoring und Teilnahmegebühren der Schüler decken aber nur einen Teil ab. Von dem zu erwartenden Defizit in Höhe von 1680 Euro übernimmt der Kulturfonds, so hat es der Kulturausschuss beschlossen, 1500 Euro.

Ebenfalls ohne Diskussionen wurden der Chorgemeinschaft St. Georg für nächstes Jahr 1500 Euro aus dem Kulturfonds zugesprochen. Im Oktober 2018 feiert der Chor nämlich sein 50-jähriges Bestehen – mit einem Fest- und Orgelkonzert sowie einem offenen Singen. 4750 Euro wird das wohl alles kosten. 1500 Euro bringt die Chorgemeinschaft an Eigenmitteln ein. Weil sicherlich Eintrittsgelder zu erwarten seien, so Ingo Bartha, der Leiter des Referats für Kultur und Tourismus, sollte der städtische Zuschuss von 1500 Euro genügen. Die Stadträte sahen das auch so.

Auseinander gingen die Meinungen über den Antrag der Stadtheimatpflege Freising auf Förderung des vierten Rathauskonzerts in diesem Jahr. Kosten von 1850 Euro waren veranschlagt worden, 850 Euro hätte man gerne aus dem Kulturfonds bekommen.

Das Problem, das vor allem Susanne Günther (Grüne) sah: Der Verein wisse, was es koste und wie hoch das Defizit werde. Aber wer überhaupt auftritt und wann das Konzert stattfinde, das wisse man nicht. Dabei stehe doch in den Regeln des Kulturfonds, dass die Antragsteller ein Konzept vorlegen müssten. Würde man jetzt 800 Euro zusagen – quasi „einen Blankoscheck“ ausstellen – sei das „relativ fahrlässig“. „Das weise ich zurück“, sagte Kulturreferent Hubert Hierl (CSU). Man habe mit den bisherigen Konzerten gute Erfahrungen gemacht. Ein Kompromiss, den Eva Bönig vorschlug, wurde einstimmig angenommen: 800 Euro werden „vorbehaltlich“ zugesagt. Sollte ein Konzept vorgelegt werden, sei der OB befugt, die Zuschusszusage auszusprechen.

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