Liebt Musik und Theater: Diethart Lehrmann feiert am Sonntag 75. Geburtstag. Ein paar Tage später veranstaltet er ein festliches Konzert in der Wieskirche, um „Danke“ zu sagen. fkn

Kulturmacher Diethart Lehrmann wird 75

Freising - Diethart Lehrmann hat sein Leben lang Kultur gemacht - und hört damit auch an seinem 75. Geburtstag nicht auf. Den feiert er jetzt.

Ein Geschenk macht er sich selbst. Am Samstag, 1. Februar, veranstaltet er ein festliches Konzert in der Wieskirche.

Das Programm hat einen engen Bezug zu Lehrmann. Aus Beethovens Streichquartett op.132 erklingt jener langsame Satz, den der Komponist mit „Danksagung eines Genesenen an die Gottheit“ überschrieben hat. Vor einiger Zeit war Lehrmann selbst schwer krank. Er hat sich wieder aufgerappelt und möchte nun auf seine Art und Weise Danke sagen.

Die hat viel mit Musik zu tun. Sie hat ihn all die Jahre begleitet. Noch heute übt er jeden Tag eine Stunde Klavieer - für die Beweglichkeit. Das Instrument hat er von Kindesbeinen an gelernt. Seine musikalische Karriere begann 1970. Da übernahm Lehrmann den „Musik-Dienst“, wie der Freisinger sagt, in der Pfarrei St. Georg. Sonntags spielte er die Orgel. Zudem leitete er den Chor, führte mit ihm Oratorien auf.

Lehrmann hat Musik nicht studiert. Er habe sich aber „viel abgeschaut“. Lehrjahre hatte er im Theater am Gärtnerplatz in München. Dort sang der Freisinger im Aushilfschor. Zudem war er Mitglied im Freisinger Domchor.

Nach seiner Zeit in St. Georg dirigierte er die Sänger in der Wieskirche. Dankbar ist Lehrmann Prälat Walter Brugger, der ihm viel künstlerischen Freiraum gelassen habe. Diese Maxime hat Lehrmann auch selbst befolgt. Nach seiner Zeit als Lehrer an der Realschule und als Seminarrektor, wurde der Freisinger 1991 Leiter der Moosburger Realschule. „Ich habe gern unterrichtet“, sagt er. Lehrmann hat Deutsch und Geographie gelehrt.. „Doch mein Ziel war es immer, etwas zu gestalten.“

Dazu gehört auch die Schauspielerei. Schon als Schüler sei er gerne ins Theater gegangen, war Statist bei den Kammerspielen. Zudem war Lehrmann Mitglied bei der Freisinger Laienspielgemeinschaft, der heutigen Laienbühne Freising. In den Inszenierungen habe er meist die Rollen des Pfarrers oder des verschmähten Liebhabers erhalten.

In Freising ist Lehrmann aber auch als Regisseur bekannt. Er hat die Vhs-Theatergruppe „Werkstück“ mitbegründet. Mehrmals führte er die Passion von Rosner in der Domstadt auf.

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