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Lädt die jungen Auer ein: Jugendpflegerin Veronika Hartl will mit den U-18-Bürgern ins Gespräch kommen.

Neujahrsempfang für alle Teenager

Eine 25-Jährige lädt am Samstag alle Auer Jugendlichen ein

Au/Nandlstadt – Veronika Hartl, neue Jugendpflegerin für Nandlstadt und Au, möchte mit möglichst vielen Teenagern in Kontakt treten. In Au soll das jetzt mit einer völlig neuen Veranstaltung gelingen.

Ein Vierteljahr ist sie jetzt im Amt: Veronika Hartl, die neue Jugendpflegerin für Nandlstadt und Au. Die 25-Jährige versucht seither, mit möglichst vielen Jugendlichen in Kontakt zu treten. In Au soll das mit einer völlig neuen Veranstaltung gelingen. Wir haben mit Hartl über ihre Pläne gesprochen.

-Frau Hartl, Sie laden diesen Samstag erstmals alle Auer Jugendlichen zu einem eigenen Neujahrsempfang ein. Mit wie vielen Gästen rechnen Sie?

Gute Frage! (lacht) Das ist schwer abzuschätzen. Wir haben 450 Einladungen per Post verschickt, an alle Auer zwischen 10 und 18 Jahren. Ich rechne so mit 50 Leuten.

-Und dann?

Gibt es erst einmal Hot Dogs und Punsch – und ein methodisches Rahmenprogramm. Wir wollen abklären: Was wünschen sich die Jugendlichen für Au? Welche Bedürfnisse haben sie? Der Herr Bürgermeister wird auch ein paar Worte sagen und dann gilt es einfach, sich kennenzulernen und gemeinsam ein paar nette Stunden zu verbringen.

-Nebenan in Nandlstadt, wo Sie derzeit den früheren Schlecker zum Jugendtreff umbauen, packt auch der Gemeindenachwuchs selbst mit an. Welche Wünsche bekommen Sie dort zu hören?

Das sind die üblichen Wünsche von Jugendlichen: Sie hätten gern ein Kino, eine Drogerie und eine Disco. Das ist natürlich in Gemeinden wie Nandlstadt und Au schwer umzusetzen. Aber der Jugendraum ist ein guter Anfang. Ich habe jetzt rund 20 Jugendliche an der Hand, die beim Streichen oder Möbel aufbauen helfen wollen. Es wird auch nochmal eine Veranstaltung geben, bei der die Jugendlichen ihre Wünsche zur Einrichtung äußern können. Ich kann mir viel überlegen – und damit total an dem vorbeizielen, was sie sich tatsächlich wünschen.

-Und wann bekommt die Auer Jugend ihren eigenen Treff?

In Au steht demnächst ein Jahresplanungsgespräch mit den Jugendreferenten und dem Bürgermeister an. Ob das Thema Jugendtreff dann besprochen wird, ist noch offen. So etwas muss natürlich auf ganz anderer Ebene entschieden werden.

-Sie sind im niederbayerischen Markt Hengersberg aufgewachsen, das nur etwas größer ist als Au und Nandlstadt. Hatten Sie damals einen Jugendtreff im Ort?

Es gab mal kurz einen, der wurde aber bald wieder aufgelöst.

-Hätten Sie sich damals wieder einen gewünscht?

Ja. Aber die wichtige Bedeutung eines Jugendzentrums wurde mir erst so richtig in meiner letzten Arbeitsstelle in Manching (Offener Jugendtreff; Anm. d. Red.) bewusst.

-Nämlich?

Frisch renoviert sind die Räume des neuen Nandlstädter Jugendtreffs. Als nächstes sollen Ideen für die Gestaltung gesammelt werden.

Jugendliche wissen oft nicht, wohin. Ein Treff ist für sie eine alternative Freizeitmöglichkeit – und für alle Beteiligten positiv: Ein Ort, wo die Jugendlichen erwünscht sind. Gleichzeitig fallen sie nicht unangenehm im öffentlichen Raum auf. Es gibt ja sonst schnell Beschwerden, weil sie laut sind oder Ähnliches. Dabei wird von den Erwachsenen vergessen: Die jungen Leute wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Ein weiterer Vorteil von Jugendtreffs: Es gibt dort pädagogisches Personal, das den Besuchern hilft – etwa bei Fragen zu Partnerschaft oder zum Berufseinstieg. Ich habe zum Beispiel schon einigen beim Schreiben von Bewerbungen geholfen.

-Fühlen Sie sich gut ausgestattet? Sind Sie mit Ihrem Budget zufrieden?

Das Finanzielle wird sich noch herausstellen, weil die Haushalte für 2016 noch nicht durch sind. Ich hab’ aber kein schlechtes Gefühl – wir bewegen uns in einem guten Rahmen.

-Ein Quartal im Amt – wie lautet die erste Bilanz?

Schwierig, jetzt schon eine Bilanz zu erstellen. Ich versuche noch, mir einen Überblick zu verschaffen. Meine Vorgängerin (Anna Gramlich; d. Red.) hat mir eine solide Basis hinterlassen und ich habe bereits viel Unterstützung von Gemeindeseite erhalten. Auch bei den Vereinen herrscht viel Lust, mit der Jugendpflege zusammenzuarbeiten. Es läuft also noch die Einarbeitungsphase.

Interview: Armin Forster

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Pflichttermin für die Auer Jugend:

Diesen Samstag, 16. Januar, lädt Veronika Hartl gemeinsam mit den Jugendreferenten Stefan Grünberger und Martin Hellerbrand zum Jugendneujahrsempfang der Marktgemeinde Au ein. Treffpunkt ist von 14 bis 17 Uhr der Marktplatz (bei schlechtem Wetter das Rathaus). Das Motto: „Tauschen Wünsche und Meinungen gegen Punsch und Würstchen.“ Weitere Infos via veronika.hartl@kjr-freising.de.

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