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Na dann Prost: Gut 200 Gäste ließen es sich schmecken beim 10. Starkbierfest auf dem Weihenstephaner Berg.
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Starkbierfest der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan 

Landesentwicklungsplan für Freising: „Macht, was ihr wollt. Herzlichst, euer Markus“

Im zehnten Jahr präsentierte sich das Weihenstephaner Starkbierfest als launiges Gegenstück zum Nockherberg – mit ordentlichem Derbleck-Faktor im Lokalkolorit. Kabarettist Wolfgang Krebs trat quasi als scheinheilige Dreifaltigkeit sprich, als Söder, Seehofer und Stoiber auf.

Freising– Die Stimmung war prächtig unter den über 200 Gästen im Stephanskeller. Das lag zum einen sicher am süffigen Doppelbock, zum anderen an den satirischen Einlagen. Für die zeichnete aber nicht Kabarettist Wolfgang Krebs allein verantwortlich. Denn auch Brauereidirektor Josef Schrädler konnte und mochte sich den einen oder anderen Seitenhieb auf Politik und Gesellschaft nicht verkneifen. Als größter Lacher seiner Anmoderation stellte sich ein Vergleich zwischen Ministerialdirektor Dr. Peter Müller und Kreishandwerksmeister Martin Reiter heraus. Ersterer habe einiges zu tun. Er würde mindestens fünfzig mal im Jahr nach Berlin fliegen. Teilweise gar zweimal an einem Tag, tönte Schrädler. Trotzdem würde Müller es schaffen immer zum Starkbierfest zu kommen. Auch wenn er keine Zeit habe. Ganz im Gegensatz zu Kreishandwerksmeister Martin Reiter, „der nicht immer kommt, auch wenn er immer Zeit hat“, frotzelte der Brauereidirektor.

Danach war Zeit. Zeit zum Ratschen und für Blasmusik der Kapelle „Premium Bavarikum“. Denn Kabarettist Wolfgang Krebs ließ auf sich warten. Um so größer war die Freude, als Krebs dann Einzug hielt. „Serwasle, ich grüße alle meine Untertanen“, fränkelte Krebs in der Rolle von Markus Söder in Königsmontur. Dem abwesendenden MdB Erich Irlstorfer dichtete der Kabarettist an, gerade deshalb in Berlin zu weilen, weil er gerne „Staatssekretär für Heimat und Bier“ werden wolle. „Bürchermeisder“ Tobias Eschenbacher unterstellte der Regent „das innere Bedürfnis nach einem neuen Gewerbegebiet. Und ich geb’ ihm eins – mit dem neuen Landesentwicklungsplan. Den hab ich selbst geschrieben“, gesteht er, kramt einen Zettel aus der Uniform und liest vor: „Macht was ihr wollt, herzlichst, euer Markus.“

Wie sehr man den Seehofer im Repertoire von Krebs erwartete, zeigte sich in einer Pause, in der die Bräustüberlköche ein Spanferkel mit der Aufschrift „Letzter Gruß – Horst“ auftrugen. „Seehofer“ selbst tischte dann die Weisheit auf: „Sie wissen ja: Sport gibt dir das Gefühl, dass Du nackt besser aussiehst, aber das machen drei Halbe Starkbier auch.“ In Richtung der anwesenden Stadtplaner ätzte er: „Es wird ja so viel gebaut in Freising, dass Sie ihre Stadt vermutlich selbst nicht mehr erkennen.“

Bliebe noch Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber zu nennen. Der schlug in die gleiche Kerbe. „In Freising kann man gar nicht mehr so weit schauen, weil meistens in zehn Metern Entfernung ein Bauzaun steht“, so Stoiber. Die Innenstadt erinnere ihn „an Troja“ zur Zeit von Heinrich Schliehmann.

Alexander Fischer

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