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Die Unverzichtbarkeit der Landfrauen machte Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer (l.) bei der Kreisversammlung gestern deutlich – Bürgermeisterin Anita Meinelt (vorne, r.) konnte da nur zustimmen. 

Kreisversammlung der Landfrauen 

Landfrauen leisten großen Beitrag zum sozialen Frieden

Die Landfrauen sind aus Gesellschaft und Politik nicht mehr wegzudenken. Bei der Kreisversammlung gestern gab es viel Lob zu hören – und die Forderung, „selbstbewusst“ aufzutreten.

Moosburg – Heimat, Brauchtum und Weltoffenheit: dafür stehen seit vielen Jahrzehnten die Landfrauen im bayerischen Bauernverband. Wie wichtig ihre vielfältigen Aufgaben in Gesellschaft und Politik sind, wurde bei der Kreisversammlung der Ortsbäuerinnen und deren Stellvertreterinnen deutlich, zu der Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer gestern in das Gasthaus Huber nach Moosburg geladen hatte.

Auf die Stimme der Landfrauen wird im Landkreis Freising bereits seit 1948 gehört. Katharina Hobmeier aus dem Haager Ortsteil Untermarchenbach war die erste Kreisbäuerin im Landkreis Freising, die sich nach dem Krieg für die Interessen der Landfrauen einsetzte. Auf welch hohem Stand die Arbeit der Landfrauen heute ist, verdeutlichte Theresia Sailer vom Generalsekretariat des BBV in einem Fachvortrag. Ob es das soziale Miteinander sei, die aktive Erwachsenenbildung oder Aktionen rund um die Gesundheit – die 50 Ortsbäuerinnen und deren Stellvertreterinnen hätten auch im letzten Jahr ihre „Frau gestanden“. Sailer gab allgemeine Informationen zu einem der größten Frauenverbände in Bayern und ermunterte die Ortsbäuerinnen – gerade auch jene, die das Amt erst seit kurzem inne haben – „selbstbewusst“ zu sein. „Sie sind die grünen Bürgermeisterinnen in ihrem Dorf“, sagte Sailer und schmunzelte. Sailer erinnerte an eine Unterschriftenaktion zugunsten einer Lehrplanänderung an bayerischen Grund- und Mittelschulen. Damit das Fach „Alltags- und Lebensökonomie“ als verpflichtender Unterrichtsgegenstand an den Schulen eingeführt werde, hatten exakt 94 049 Landfrauen aus ganz Bayern ihre Unterschrift gegeben. Das neue Unterrichtsfach, in der hauswirtschaftliche Alltagskompetenzen vermittelt werden sollen, ist mittlerweile Pflicht. Ein schönes Beispiel dafür, wie sehr man sich in den politischen Diskurs einbringen könne. „Landfrauen machen Schule“ oder der „Kindertag der Landfrauen“, zu der Schüler auf die Höfe geladen werden und über die Herkunft der Lebensmittel lernen dürfen, haben ebenfalls Bestand im Programm des Bayerischen Bauernverbandes. Großes Gewicht habe auch die Gesundheitsoffensive der Landfrauen zu jeweils wechselnden Themen.

Auch Bürgermeisterin Anita Meinelt hatte nur Lob für die Landfrauen übrig: Ob es die Arbeit am Hof sei, Erziehung der Kinder, nachbarschaftliches Engagement, Weiterbildung, gesellschaftliches und politisches Engagement: Die Landfrauen trügen viel zum sozialen Frieden bei. Eine schöne Tradition ist bei den Landfrauen auch die alljährliche Spendenaktion für die FT-Weihnachtsaktion „Menschen in Not.“ Das Jubiläumsjahr „70 Jahre Landfrauen im BBV“ soll 2018 mit einem Festprogramm gefeiert werden.

Maria Martin

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