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Das Qualitätsiegel in Form eines Metallschilds übergab Minister Ludwig Spaenle (r.) an Landrat Josef Hauner.

Landkreis Freising ist offiziell Bildungsregion

„Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“

Jetzt ist es offiziell: Der Landkreis Freising ist Bildungsregion. Kultusminister Ludwig Spaenle persönlich war am Dienstag ins Landratsamt gekommen, um das Schriftstück im Rahmen eines Festakts zu übergeben.

Freising – Emilia, Simon und Nicolas wussten es ganz genau: „Wir wollten etwas lernen und das haben wir auch.“ Die drei Schüler der Grundschule Mauern, die am Dienstagnachmittag mit ihrer Lehrerin und Schulrektorin Claudia Glatter in den großen Sitzungssaal des Landratsamts gekommen waren, berichteten locker, wie sie die Teilnahme an einem der „Leuchtturmprojekte“ empfunden hatten, die im Rahmen des Vorbereitungsprozesses zur Bewerbung des Landkreises zur Bildungsregion Bayern entwickelt worden war.

In sechs Arbeitsgruppen haben sich im April 2016 mehr als 60 Akteure aus den vielen Bildungseinrichtungen im Landkreis Freising zusammen getan und insgesamt 28 Projekte entwickelt, die dann in einem Handlungskonzept zusammengefasst wurden.

Nachdem sich der Landkreis damit im Juni vergangenen Jahres offiziell für die Initiative Bildungsregion beworben hatte, kam man am Dienstag im großen Sitzungssaal des Landratsamte zusammen, um im Rahmen einer Feierstunde das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ aus der Hand von Kultusminister Ludwig Spaenle in Empfang zu nehmen. Der Minister hatte das Konzept der Bildungsregionen angestoßen, weil Bayern „so vielseitig“ sei. Die Anforderungen an die Bildung in einem Landkreis wie Freising im Umfeld der „greater Munich area“ sei natürlich anders, als in einem Landkreis, in dem die Kinder „mit der Seilbahn“ in den Unterricht gelangten.

Das Qualitätsiegel in Form eines Metallschilds übergab Minister Ludwig Spaenle (r.) an Landrat Josef Hauner.

Spaenle dankte allen, die sich über die lange Zeit hinweg in den Arbeitskreisen engagiert hatten. „Sie halten jetzt die Zukunft des Landkreises in den Händen“, wandte sich der Kultusminister an den sichtlich stolzen Landrat. Josef Hauner verwies auf die Nachhaltigkeit des Projekts. Man werde das Papier nicht „in der Schublade“ verschwinden lassen.

Auch Realschuldirektor Ernst Fischer erinnerte an die Synergieeffekte, die durch das Siegel angestoßen werden könnten. Das „Metallteil“ einfach nur „an die Tür zu hängen“, mache keinen Sinn: „Jetzt geht die Arbeit erst richtig los.“ Für Emilia, Simon und Nicolas hat die „Bildungsregion in Bayern“ jedenfalls schon sichtbar Früchte getragen. Sie dürfen zusammen mit ihren Mitschülern aus den Klassen eins bis vier am Nachmittag an einer Arbeitsgruppe „Erlebnispädagogik“ teilnehmen, die von Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik ausgerichtet wird. „Eine tolle Win-Win-Situation“ freute sich Schulleiterin Claudia Glatter.                                                                                     Maria Martin

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