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Plattform für den Fremdenverkehr und das Freizeitangebot

Landkreis Freising will Tourismus ankurbeln

„Kultur, Freizeit und Tourismus sind weiche Standortfaktoren und leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Wirtschaft“, sagt Landrat Josef Hauner. Deshalb sollen jetzt auch alle Kommunen im Landkreis eng eingebunden werden.

Landkreis Auch die Gemeinden würden davon profitierten, wenn viele Gäste den Landkreis Freising besuchen. Daher müsse das Ziel sein, den Tourismus in der Region zu stärken. Vertreter aus den Kommunen trafen sich deshalb im Landratsamt zur ersten Touristik-Informationsveranstaltung für die Landkreis-Gemeinden, zu der mit dem Landrat auch Tourismusreferentin Martina Mayer eingeladen hatten. „Ziel der Veranstaltung ist es, eine Plattform zu schaffen, damit sich diejenigen, die in unseren Gemeinden für den Bereich Freizeit und Tourismus zuständig sind, untereinander kennenlernen und austauschen können“, betonte Hauner.

Martina Mayer gab zunächst einen kleinen Überblick über die kulturellen Schätze, Sehenswürdigkeiten und Naherholungsgebiete. Bereits jetzt sei der Kreis gut vernetzt – als Mitglied im Tourismusverband Oberbayern München (TOM), im Hopfenland Hallertau Tourismus sowie in diversen Arbeitsgemeinschaften. So sei man im Arbeitskreis Ammer-Amper-Radweg aktiv, der demnächst zertifiziert werden soll. Um innerhalb der Landkreisgrenzen Nutzen aus den Erfahrungen der anderen zu ziehen sowie eventuell gemeinsame Aktionen planen zu können, sollen demnächst regelmäßige Treffen der Tourismus-Verantwortlichen stattfinden.

Die Tourismusreferentin zeigte zudem die aktuell geplanten Projekte auf. Gerade hat der Landkreis einen Fotowettbewerb gestartet (wir haben berichtet). Außerdem sind eine touristische Hauptbroschüre und eine eigene Internetseite über den Bereich Freizeit und Tourismus in der Region Freising geplant. Der Landkreis wird sich mit der Stadt Freising am 5./6. August bei der Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen“ präsentieren. Auch bei der Grünen Woche in Berlin im Januar 2018 wird man wieder vertreten sein.

Martina Mayer berichtete auch, dass die Fahrrad-Angebote in Oberbayern zu neuen thematischen Routen gebündelt werden. „WasserRadlWege“ Oberbayern heißt das Projekt des TOM, bei dem unter dem Leitthema Wasser drei große Schleifen ausgewiesen werden. Die Nord-Schleife zum Thema „Hopfen und Bier“ führt durch den Landkreis. Und ebenfalls durch Freisinger Kreisgebiet geht der geplante Kunst- und Pilgerweg „Via Sancti Martini – Martinusweg“. Die Wanderstrecke von Passau nach Memmingen soll Marzling, Freising, Kirchdorf, den Kranzberger Forst, Giggenhausen und Fahrenzhausen passieren.

Die Vertreter der Gemeinden zeigten die eigenen Projekte ebenfalls auf und tauschten sich intensiv aus. „Wir wollen uns touristisch weiterentwickeln“, sagte etwa Mauerns Bürgermeister Georg Krojer. Besonders wichtig ist allen das Thema Radfahren. Krojer könnte sich unter anderem eine geführte Tour nach Enghausen vorstellen, wo die älteste monumentale Christus-Darstellung der Welt zu bestaunen ist. Attenkirchens Bürgermeister Martin Bormann brachte den Vorschlag, einen Fahrradverleih in Kooperation mit Händlern ins Leben zu rufen. Weniger aufwändig und ebenso wertvoll war der Hinweis von Ingo Bartha, Referent für Kultur und Tourismus, bei der Stadt Freising. Man könnte an bestehenden Wegen „Rastplätze“ errichten.

Das Problem, das offenbar in vielen, vor allem kleineren Gemeinden vorherrscht, ist ein personelles. Wer kümmert sich um den Tourismus? „Ein Landkreis bergreifendes Konzept wäre für kleinere Gemeinden sicher von Vorteil“, sagte der Wolfersdorfer Rathauschef Sebastian Mair.

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