Resümee im Kreisseniorenbeirat

Mobilität am Land macht Sorgen

Landkreis - Die Angebote für die ältere Bevölkerung im Landkreis ist auch davon abhängig, wo die betreffenden Personen leben. In den großen Kommunen wie Freising, Eching, Moosburg oder Neufahrn ist es im Verhältnis zum flachen Land mit der Mobilität wie auch mit der ärztlichen Versorgung besser bestellt. In der Sitzung des Seniorenbeirats wurde die Bestandsaufnahme für die Gemeinden fortgesetzt

Gegenüber dem ersten Teil der Bestandsaufnahme in der vorvergangenen Sitzung hat sich aber der Trend bestätigt. Schnell wurde ersichtlich, dass vor allem die Mobilität das Hauptprobleme für die kleineren – und nördlichen – Kommunen darstellt. Die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs seien bei weitem nicht ausreichend, da waren sich die Vertreter weitgehend einig. 

Elmar Ziegler fragte gezielt nach den Einrichtungen in den Gemeinden, die vorhanden oder ausbaufähig seien, aber auch danach, was besonders gut sei. Die Palette reichte dabei von der Wohnsituation für Senioren zu Hause über das betreute Wohnen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Weitere Punkte waren die medizinische Versorgung in den Gemeinden und die Mobilität insgesamt, aber auch die Situation für pflegende Angehörige. Eine palliative Versorgung ist nur in Freising gegeben, unterschiedlich stellt sich die Situation beim Betreuten Wohnen dar. Fazit nach der Darstellung der Schwerpunkte für die jeweilige Heimatgemeinde: Es sind durchwegs noch Unzulänglichkeiten auf dem Land zu beseitigen, um eine optimale Lebensqualität für die älteren Mitbürger zu erreichen. 

Eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit zog Kreisrat Konrad Weinzierl, der seit drei Jahren neu bestellter ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter des Landkreises Freising ist. Vor dem Gremium berichtete er über seine vielfältigen Aufgaben. Gefragt sei er vor allem beim Bau von öffentlichen Einrichtungen wenn es um Barrierefreiheit geht. Aber es kommen auch private Bauherrn auf Weinzierl zu, wenn es um Fragen von behindertengerechtem Bauen geht. Hier gibt Weinzierl den Architekten Tipps und Hinweise. Aber auch wenn ein Busunternehmen neue Fahrzeuge anschafft, ist der Vertreter der Behinderten gefragt – etwa wenn es um rollstuhlgerechte Ein- und Ausstiege oder Haltevorrichtungen im Bus geht. Weinzierl wies auch darauf hin, dass es seitens des Staates verschiedene Töpfe gibt, aus denen man für behindertengerechtes Wohnen Zuschüsse bekommt: „Ein Anreiz für Bauherrn.“ Auch hier sei er Ansprechpartner. Christine Kress, Gemeinderätin aus Allershausen schlug vor, im Landkreis eine behindertengerechte Musterwohnung einzurichten, die allen dem Zwecke der Anschauung dienen soll. Viel Lob hatte Konrad Weinzierl für seinen Vorgänger Josef Neumair parat. Der habe ihn bestens ins Amt eingeführt und sei auch heute noch ein guter Ratgeber für den Nachfolger. Mit den Gemeinden sei er in regem Kontakt und ermunterte diese, ohne Hemmungen auf den Behindertenbeauftragten zuzugehen, wenn es die Sache erfordert. Rita Schwaiger war sichtlich beeindruckt vom Bericht Konrad Weinzierls und lud ihn ein, einmal jährlich vor dem Seniorenbeirat Bilanz zu ziehen, was dieser wiederum gerne versprach.

Heinz Mettig

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