Landrat und Polizei verhindern Abzocke bei Kaffeefahrt

Moosburg/Freising - Eine Kaffeefahrt sprengten jetzt Mitarbeiter des Landratsamtes Freising und der Polizei Moosburg.

Bereits Ende August hatte das Landratsamt Freising vor Schreiben der tatsächlich nicht existierenden „Schubert-Klein-Richter Finanzdienstleistungen“, mit denen vorwiegend ältere Mitbürger angeschrieben wurden, gewarnt /wir berichteten). Darin wurde ihnen mitgeteilt, dass ihnen als „Geschädigten von Gewinnmitteilungen der Firma Gewinn-Service“ ein Betrag von 980,07 Euro ausbezahlt sowie kostenlos ein Artikel im Wert von 162,90 Euro übergeben werden sollte - im Rahmen einer Kaffeefahrt.

Zuvor hatten Mitarbeiter des Landratsamts ermittelt, dass es die versprochenen Gewinne tatsächlich nicht geben wird und es sich bei der versprochenen Gewinnübergabe wohl um eine illegal durchgeführte Fahrt handeln dürfte. Damals bat das Landratsamt um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Ermittlung der Zustiegshaltestellen oder Veranstaltungsorte.

Aufgrund daraufhin eingehender Hinweise konnte das Landratsamt Freising alle Abfahrtshaltestellen im Landkreis zu dieser dubiosen Gewinnübergabe ermitteln und in den frühen Morgenstunden des Mittwoch gemeinsam mit Beamten der Polizeiinspektion Moosburg den Reisebus eines Augsburger Reiseunternehmens am Bahnhof in Moosburg aufhalten und kontrollieren. Die Befragung des Fahrers bestätigte die Annahme der Ordnungshüter, dass es sich tatsächlich um eine „Kaffeefahrt“ handelte, in deren Rahmen älteren Mitbürgern regelmäßig Haushaltsgeräte, Salben und angebliche Heilmittel, meistens nutzlos, jedoch stets zu weit überteuerten Preisen mit allen möglichen Tricks regelrecht aufgedrängt werden. Über den wahren Hintergrund der Fahrt informiert, verzichteten die Moosburger Fahrgäste auf die „Gewinnübergabe“. Auch der Busfahrer beendete seine Route, die über Eching, Neufahrn, Garching, Ober- und Unterschleißheim weiter über München wohl in das Alpenvorland geführt hätte, bereits in Moosburg.

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