Nur eine Übergangslösung: Der bunte Treppengerüstturm auf der Rückseite des Schulgebäudes dient derzeit als zweiter Fluchtweg.
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Nur eine Übergangslösung: Der bunte Treppengerüstturm auf der Rückseite des Schulgebäudes dient derzeit als zweiter Fluchtweg.

Brandschutz in der Langenbacher Grundschule nicht mehr zeitgemäß - Sanierung könnte bis 2022 dauern

Der Brandschutz der Grundschule Langenbach lässt zu wünschen übrig. Die dringend notwendige Sanierung ist teuer - und soll bereits in den großen Ferien starten.

Langenbach – Für die „Generalbrandschutzsanierung“ der in Teilen noch aus den 1960er und 1970er-Jahren stammenden Grundschule Langenbach hat der Gemeinderat jüngst 650.000 Euro freigegeben. Wohlgemerkt in nichtöffentlicher Sitzung. Zum einen deshalb, weil es sich dabei bereits um konkrete Vergaben an Firmen handelte, zum anderen, weil man damit möglichst schnell die gestiegenen Standards erfüllen möchte.

Beschleunigtes Verfahren

Geschäftsleiter Bernhard Götz wies in dem Zusammenhang auf das sogenannte „Ermächtigungsverfahren“ hin, das es Bürgermeisterin Susanne Hoyer erlaube, die Aufträge zu vergeben, wenn das Angebot in einem verhältnismäßigen preislichen Rahmen bleibt. Der Spielraum beträgt laut Götz zehn Prozent. Damit würde es wesentlich schneller gehen, als die einzelnen Gewerke auszuschreiben und jedes Mal im Gemeinderat über das wirtschaftlichste Angebot zu entscheiden. Im Idealfall sollten die Firmen Hand in Hand arbeiten und die Sanierung auf diesem Weg zügig zu einem Abschluss bringen.

Laut Kiessling „keine Gefahr in Verzug“

Grund für die anstehende Generalsanierung ist nach Auskunft von Bauamtsleiter Peter Kiessling eine Begehung mit Brandschutzbeauftragten des Landratsamts. Dabei sei aufgedeckt worden, dass die Grundschule zumindest teilweise nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Es sei zwar keine Gefahr in Verzug, wie Kiessling betonte, dennoch gelte, es die Auflagen so bald als möglich zu erfüllen. In einem der Hauptkritikpunkte habe man schon reagiert und mittels eines Treppengerüstturms auf der Rückseite des Schulgebäudes einen zusätzlichen, zweiten Fluchtweg geschaffen. Das kunterbunt bemalte Gerüst komme im Zuge der Generalsanierung aber wieder weg, wie Kiessling versicherte. Man werde den zweiten Fluchtweg innerhalb des Gebäudes herstellen. Die Außentreppe war demzufolge nur eine Übergangslösung.

Den Löwenanteil des jetzt beschlossenen Dutzends an Einzelbaumaßnahmen machen Elektroinstallationen in Höhe von 245.000 Euro aus. Zu den größten weiteren Posten zählen Schreinerarbeiten in Höhe von 92.000 Euro sowie 63.000 Euro für die heizungs- und sanitärtechnischen Anlagen.

Gutteil der Arbeiten während laufendem Schulbetrieb

Mit den anstehenden großen Sommerferien in diesem Jahr werde es laut Kiessling jedoch nicht getan sein. Die Sanierung dürfte wesentlich länger dauern – nach Einschätzung des Langenbacher Bauamtsleiters wahrscheinlich bis Februar 2022. „Auf alle Fälle bis zum ersten Quartal nächsten Jahres“, prognostizierte er. Was bedeutet, dass ein Gutteil der Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs erfolgen muss. Das kommt quasi einer Operation am offenen Herzen gleich. Auch wenn Peter Kiessling zu bedenken gab, dass man versuchen werde, hauptsächlich am Nachmittag zu arbeiten.
Alexander Fischer

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