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Dem Burschenverein auf die Beine geholfen haben Lukas Hüttinger, Andreas Zitzelsberger, Christian Spengler, Präses Pfarrer Julian Tokarski und Manuel Engelmann (v. l.).

Dornröschenschlaf bei Gründungstreffen beendet

Burschenverein Langenbach reaktiviert: Wie Phönix aus der Asche

Der Katholische Burschenverein Langenbach hat seinen Dornröschenschlaf beendet. Nach 20 Jahren Auszeit haben 40 Gründungsmitglieder dem Verein am Sonntag neues Leben eingehaucht. Das Ziel: die Jugend im Ort zu fördern und einzubinden.

Langenbach – Der bereits 1909 gegründete Traditionsverein hatte seine Aktivitäten in den 1990er Jahren einfach eingestellt, war praktisch eingeschlafen. Das sollte sich jetzt bei der Wiederbelebung als Vorteil herausstellten. Eine offizielle Neugründung war demzufolge nämlich nicht von Nöten.

Die neugewählte Vorstandschaft kann nahtlos anknüpfen an die Arbeit ihrer Vorgänger – inklusive einer nahezu gleichlautenden Satzung. Zum Vorsitzenden wählte die Versammlung Andreas Zitzelsberger. Stellvertreter ist nach dem Votum der Anwesenden Christian Spengler. Den Schriftführerposten hat Lukas Hüttinger übernommen und um die Finanzen des wiederbelebten Burschenvereins kümmert sich ab sofort Manuel Engelmann.

Für geistlichen Beistand ist gesorgt

Sehr zur Freude der neuen Führungsriege konnte man zudem Pfarrer Julian Tokarski dafür gewinnen, dem Verein als „Präses“ zur Seite zu stehen. Schließlich gehört es laut Satzung zu den Aufgaben des Burschenvereins, den christlichen Glauben „nach den Grundsätzen der katholischen Kirche“ zu erhalten und zu fördern. Auch und gerade in Bezug auf die Langenbacher Jugend, wie man betonte. „Ich werde euch unterstützen“, versprach Tokarski. Auch bei Bemühungen, den Sonntag als Tag des Herrn zu retten, wie er betonte.

Der Meinungsaustausch mit der Dorfjugend sei dem Verein wichtig, wie es bei der Gründungsversammlung im Alten Wirt hieß. Genauso wie die die Pflege des heimatlichen Brauchtums. Koordiniert sollen die Aktivitäten bei regelmäßig stattfindenden Monatsversammlungen werden. Dazu will man sich vorerst jeden zweiten Freitag beim Alten Wirt treffen.

Aufnahmebedingung: männlich, ledig und über 16

Mitglied werden beim Burschenverein kann jeder junge Mann, der ledig ist und das 16. Lebensjahr vollendet hat. Ein Wohnort in der Gemeinde ist nicht zwingend erforderlich. Minderjährige benötigen einen Paten, der namentlich genannt ist im Mitgliedsantrag. Der Beitrag beträgt 30 Euro. Wer heiratet, wird automatisch zum außerordentlichen Mitglied. 

Bliebe noch zu erwähnen, dass die Burschen nach außen ein einheitliches Bild abgeben wollen. So soll es eine Art „Vereinstracht“ geben, die neben einer kurzen Lederhose ein Weißes Hemd, eine dunkelgrüne Weste sowie „Loferln“ (Wadenstrümpfe) vorsieht. Kostenpunkt: insgesamt 150 Euro. Außerdem soll es „Glubbal“ (Wäscheklammern) geben, die die Burschen in zivil als solche ausweisen.

Alexander Fischer

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