Begeisterten ihr Theaterpublikum: Die Jungen Langenbacher Schauspieler zeigten im Alten Wirt die Tragödie „Romeo und Julia“. Hier sehen Sie die Fotos von der Premiere.
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Junge Laienspieler Langenbach

Darstellerisches Spektrum erweitert: JuLa begeistert mit „Romeo und Julia“

Mit dem Stück „Romeo und Julia“ haben sich die Jungen Laienspieler Langenbach (JuLa) jetzt an eine Tragödie gewagt - mit großem Erfolg.

Langenbach – Sie haben schon Krimis gezeigt, im letzten Jahr ein Musical famos auf die Bühne des Bürgersaals im Alten Wirt gebracht. Nun zeigten die Jungen Laienspieler Langenbach (JuLa) „Romeo und Julia“ – in einer Fassung für junge Leute und solche, die jung geblieben sind. Frei nach William Shakespeare präsentierten sie den uralten Zwist zweier Familien, der in tragischer Weise endet. Die Vorlage dafür stammt von Anke Ruge, einer Gymnasiallehrerein.

Man kennt das: Familien sind verfeindet – manchmal über Jahrzehnte. So schilderte es schon William Shakespeare, und Anke Ruge hat diese Problematik in ihrer Version der tragischen Ereignisse um das junge Liebespaar Romeo Montague und Julia Capulet übernommen. Dabei sind in der modernen Fassung die Montagues „Underdogs“, sozial Benachteiligte vom Arsch der Welt, wie es schon zum Auftakt der Geschichte aus den Lautsprechern des Bürgersaals röhrt. Romeo (Fabian Mühlich) und sein Freund Mercutio (Jonas Riedel) gehören zu dieser Gang, ebenso Benita (Franziska Müller), Susanna Kastner als Francesca, Maria (Clara Wadenstofer), und der schwule Georg (Florian Apold).

Ihnen stehen die hochnäsigen Capulets gegenüber, Angehörige der Oberschicht, aber pleite. Mutter Capulet (Anna-Lena Bucksch) gehört dazu, der Vater, nur aus dem Off zu hören, und natürlich Julia (Maira Wiens), die Bedauernswerte. In die Gruppe Julias gehören auch der stürmische Tybal (Jonathan Eppler), Rosalinde in Person von Judith Summer, Niklas Riedel als Simon, Angela (Lea Bollwein) und die Zofe Margareta, gespielt von Anna-Lena Bucksch in einer Doppelrolle. Einen besonderen Part spielt Pater Lorenzo, den Florian Apold gibt, ebenfalls in einer Doppelrolle.

Stürmischer Applaus aus dem Publikum

Nach den Krimis und dem Musical „The Addams Family“ haben sich die JuLas, diesmal wieder unter der Regie von Jürgen Bucksch, an eine Tragödie gewagt. Und sie haben es gepackt. Mit einer Handvoll Mimen, die aus den „Theaterküken“ herausgewachsen sind, und mit erfahrenen Kräften konnten sie mit zunehmender Spannung die bekannte Geschichte erzählen, den Wahnsinn darstellen, den es auch heute noch gibt, vielleicht sogar in Langenbach.

Damit haben die jungen Leute ihr darstellerisches Spektrum erneut erweitert, gestützt von dem bewährten Bühnenteam mit Eva Stephan, Magdalena Weber und Michaela Wüst (Maske und Kostüme), Josef Feger für den Ton, Susanne Weber (Souffleuse), Jakob Zörr am Vorhang und Jürgen Bucksch, der zur Regie auch das Licht bediente. Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer forderte: „Weiter so!“ Das Publikum sah es ebenso – und applaudierte stürmisch.

Raimund Lex

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