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Das Bienensterben ist in aller Munde. In Langenbach diskutierten die Freien Wähler über  Maßnahmen gegen den Insektenrückgang.

Veranstaltung der Freien Wähler

Diskussion in Langenbach: Wer kann die Bienen retten?

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Das Bienen- und Insektensterben beunruhigt die Gesellschaft. Deshalb diskutierten die Freien Wähler in Langenbach, was Landwirte und Normalbürger dagegen tun können.

Langenbach – Die fleißigen Tiere sind nicht nur für die Landwirtschaft wichtig, sondern auch für die Erhaltung der Artenvielfalt. Deshalb luden die Freien Wähler und ihr Landtagsabgeordneter Benno Zierer zu einer Diskussion über das Thema „Bienen schützen – Landwirtschaft stärken“ in Langenbach ein. 

Als Experten kamen Johann Jositz, Vorsitzender des Kreisverbandes Bayerische Bienenzüchter sowie Bio-Landwirt und Bio-Imker Michael Popp.

Wer verursacht das Bienensterben?

Nicht ohne Grund sprechen wir von den „fleißigen Bienchen“, das wurde bei der Veranstaltung deutlich: Rund 84 Prozent der pflanzlichen Artenvielfalt in der EU hänge von den Bienen ab. Deren Arbeit lässt sich auf eine Wirtschaftskraft von gut 14,2 Milliarden Euro beziffern. Deswegen will Zierer den Austausch fördern, zwischen Verbänden, Landwirten, Kommunen und der Politik: Denn es gebe Lösungen gegen das Bienensterben.

Danach ging es um die Ursachen für den Rückgang der Insekten – maßgeblich seien dafür bestimmte Spritzmittel in der Landwirtschaft verantwortlich. Aber Benno Zierer kritisierte dabei weniger die Bauern, sondern vielmehr die Hersteller. Er forderte: In der Forschung müsse mehr Wert auf Bienenfreundlichkeit gelegt werden.

Auch die Monokulturen auf den Feldern seien ein Problem, denn dort würden die Insekten immer weniger Nahrung finden. Imker Johann Jositz bestätigte das und, er sprach auch den Flächenfraß und die sinkende Zahl an Obst- und Gemüsegärten an. Zudem wies er daraufhin, dass es mittlerweile bei den Spritzmitteln Alternativen gebe. Denn auch Biobauern könnten erfolgreich Schädlinge bekämpfen, wie zum Beispiel Michael Popp.

Zierer: „Wir brauchen mehr Unordnung“

Der junge Biobauer experimentiert mit Fruchtfolgen und Schädlingsbekämpfung durch verschiedene Öle und Steinmehl. Außerdem sieht er in der übertriebenen Sauberkeit der Deutschen ein Problem. Dazu sagte Zierer: „Wir brauchen mehr Unordnung.“ Sein Vorschlag: Gärtner könnten zum Beispiel den Heckenschnitt wieder ins Unterholz legen, um den Insekten Wohnraum zu bieten.

Brückl: „Ausgleichsflächen für Insektenwelt nutzen“

Weitere Lösungsvorschläge, um die Bienen zu retten? Eine Anregung gab der ehemalige Langenbacher Bürgermeister und Imker Josef Brückl: In der Gemeinde könnten Ausgleichsflächen für die Insektenwelt genutzt werden, indem dort Blühpflanzen gesät werden. Das sei in der Gemeinde aktuell kaum der Fall, betonte er. Diesen Hinweis nahm Gemeinderätin Verena Juranowitsch auf.

Insgesamt sei die Nutzung von Flächen zu optimieren, sagte Zierer und brachte die sogenannten „Eh-da-Flächen“ ins Gespräch: Das seien zum Beispiel die vielen ungenutzten Grünstreifen entlang der Straßen. In den kommenden Jahren wollen sich die FW für diese Lösungen starkmachen. „Das Potenzial ist riesig“, sagte Zierer.

Fazit: Alle Akteure müssen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden. Möglich wäre zum Beispiel die Ausbildung der Landwirte zu überarbeiten oder interkommunale Flächenkonzepte zu schaffen. Denn die Bienen sorgen schließlich dafür, dass die Bäume Früchte tragen und Honig auf dem Tisch steht. 

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