Der Langenbacher Nelkenweg
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Der Langenbacher Bebauungsplan „Verlängerung Nelkenweg“ zieht sich aktuell noch.

Informationen im Gemeinderat

Einwände gegen neues Baugebiet am Langenbacher Nelkenweg: Vorhaben zieht sich

Das geplante Langenbacher Baugebiet am Nelkenweg zieht sich. Aktuell schlägt man sich mit Einwänden von Behörden herum.

Langenbach – Vizebürgermeister Rudolf Götz sprach im Langenbacher Gemeinderat von „einem dicken Brocken“. Und Geschäftsleiter Bernhard Götz konstatierte: „Die alten Hasen kennen das schon.“ Gemeint war die Schließung der 7000 Quadratmeter großen Baulücke am Nelkenweg. Die hat schon geraume Zeit in Anspruch genommen. Gemeinderätin Christine Stein (CSU) wollte daher wissen, „warum das zwei Jahre gedauert hat“. Bauamtsleiter Peter Kiessling verwies auf „eine gewisse Findungsphase“.

Die ist offenbar noch nicht abgeschlossen. Aber: Man befindet sich auf dem richtigen Weg, wie sich während der Debatte im sogenannten „beschleunigten Verfahren“ zum Bebauungsplan „Verlängerung Nelkenweg“ zeigte. Allerdings galt es eine ganze Reihe von Stellungnahmen von öffentlichem Belang und von Behördenseite abzuwägen und zu kommentieren. Geschäftsleiter Bernhard Götz brauchte einen langen Atem, bis er alles im Detail vorgetragen und zur Abstimmung gebracht hatte. „Bis alles eingetütet ist, dauert es“, lautete seine Einschätzung. Insgesamt galt es über zwölf Stellungnahmen und Einwände zu beraten und Beschluss zu fassen. Vizebürgermeister Götz erklärte dazu: „Das ist der normale Gang.“

Arbeiten könnten im Spätsommer oder Herbst starten

Wie Kiessling auf FT-Nachfrage mitteilte, könnte es jetzt allerdings mit dem Vorhaben eines privaten Bauträgers schnell gehen. Es gebe noch eine verkürzte öffentliche Auslegung der Pläne. Das dauere etwa drei Wochen. Im Spätsommer oder im Herbst könne man dann mit den Tiefbauarbeiten beginnen. Ob das wirklich passiert, liege allerdings nicht in der Hand der Kommune, schränkte der Bauamtsleiter ein.

Im Rat beschäftige man sich auch mit dem Immissionsschutz des direkt an der Staatsstraße 2350 (Ex-B 11) gelegenen Baugebietes. Die zuständige Behörde im Landratsamt hätte anstatt des geplanten Wohn- ein Mischgebiet lieber gesehen. Für SPD-Rat Johannes Hehnen stellte sich deshalb die Frage: „Wie groß ist die Chance, dass uns das nicht genehmigt wird?“ Kiessling beruhigte ihn insofern, dass das Problem baulich zu lösen sei – etwa mit Schallschutzfenstern. Die Gefahr der Ablehnung halte er deshalb für gering, erklärte Kiessling.

Verweis auf Fluglärm

Vizebürgermeister Rudolf Götz verwies in dem Zusammenhang ausdrücklich auf den Flugverkehr und darauf, dass das auch keinen kümmere, „wenn die da drüberrauschen“. Wörtlich sagte er noch: „Da hörst Du den Lastwagen nicht.“ In der Vergangenheit war einmal eine Turnhalle an der Stelle des Baugebiets vorgesehen. Diese Pläne aus Zeiten von Altbürgermeister Josef Brückl hatten sich letztlich aber wieder zerschlagen.

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