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Die Freisinger Absolventen: (v. l.) Matthias Migge (Leonhardsbuch), Michael Westermeier (Hohenbercha), Simon Rieger (Pfettrach), Franz Hierhager (Massenhausen), Gerhard Kreitmair (Rudelzhausen) und Mark Färber (Nandlstadt, v. l.).

Freisprechungsfeier in der haus-und Landwirtschaft

Freisprechungsfreier in Langenbach: Landwirte auf hohem Niveau

Die Ansprüche steigen: Auszubildende in Hauswirtschaft und Landwirtschaft müssen sich der rasanten technischen und digitalen Entwicklung stellen, sich auf dem Laufenden halten und „auf hohem Niveau“ bewegen. Sechs Absolventen aus dem Landkreis Freising ist das gelungen.

Langenbach – Bei der Freisprechungsfeier war von einem Start in Traumberufe, aber auch vom Strukturwandel die Rede. Die sechs frischgebackenen Fachlandwirte aus dem Landkreis Freising (aus dem Kreis Erding waren es 15) sind, so scheint es, gut gerüstet für die Herausforderungen ihres immer anspruchsvoller werdenden Berufs. Das Gros stammt aus elterlichen Betrieben und hat, wie bei der Freisprechungsfeier durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu vernehmen war, eine umfassende, hochmoderne Ausbildung hinter sich gebracht.

„Freisprechung hat nichts mit Anklage oder Gerichtsverfahren zu tun“, erklärte der stellvertretende AELF-Behördenleiter Stefan Warsönke. „Ein Urteil darüber, dass sie die erforderlichen Voraussetzungen für eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft oder Hauswirtschaft verfügen, ist es aber doch“, sagte Warsönke bei der Freisprechungsfeier.

Wollte heißen: Die Lehre war anspruchsvoll. Das deckte sich mit den Erkenntnissen des Prüfungsausschussvorsitzenden im Bereich Landwirtschaft Josef Pellmeyer und des Ausbildungsberaters Robert Gassner. Pellmeyer verwies darauf, dass immerhin zwei der 32 Prüflinge diesmal nicht bestanden hätten. In der Vergangenheit seien aber auch schon 20 Prozent der zur Prüfung angemeldeten Jung-Landwirte durchgefallen. Gassner ließ die Prüfungen der jeweiligen Absolventen noch einmal in Wort und Bild Revue passieren, bevor es die heißersehnten Abschlusszeugnisse gab.

An guten Ratschlägen mangelte es nicht bei der Freisprechungsfeier. Warsönke legte der versammelten Absolvia etwa die Weiterbildung, sprich ein Praxissemester an der Landwirtschaftsschule in Erding, nahe. Vize-Landrat Robert Scholz sprach davon, dass die versammelte Absolvia „eine sehr wichtige Hürde“ genommen habe. „Mit ihrer Abschlussprüfung haben Sie gezeigt, dass Sie die Techniken beherrschen, die Zusammenhänge erkennen und planen können“, sagte Scholz und fügte an, „dass dies die Basis zur Sicherung der finanziellen und zu einer wirtschaftlichen Lebensgrundlage“ darstelle.

Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer sprach in ihrem Grußwort an die Absolventen von „den vielfältigen Möglichkeiten“, die sich in der Landwirtschaft bieten würden und davon, dass es sich nach wie vor um „eine entwicklungsstarke Branche“ handele. Der jetzt mit viel Fleiß erzielte Abschluss ist laut Mayerhofer aber nicht „die Endstufe der Ausbildung“, sondern er stelle vielmehr „eine solide Grundlage für die notwendige Weiterbildung zum Meister, Betriebswirt oder Techniker“ dar. Nach den Worten der Kreisbäuerin ist kein Beruf so abwechslungsreich, wie der des Landwirts. Trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingen berge die Branche auch „Chancen“.

Alexander Fischer

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