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Wie Laub in Langenbach künftig beseitigt werden soll, beschäftigte jetzt die Gemeinderäte. 

Laubdebatte in Langenbach

Laubbläser wirbeln auch Reifenabrieb auf: Grünen-Rätin in Langenbach beantragt Verzicht 

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Verzicht auf Laubbläser und -sauger, zumindest seitens des Bauhofs: Das war der Tenor des Antrags von Verena Juranowitsch (Grüne) im Langenbacher Gemeinderat.

Langenbach – Obwohl Verena Juranowitsch Empfehlungen vom Bundesumweltamt („Das sind keine Grünen“) als Link beigelegt hatte und auch in keine Privatsphäre eingreifen wollte, konnte sie sich mit ihrem Antrag auf Laubbläser- und -sauger-Verzicht nicht durchsetzen.

Walter Prochaska (UWL) kritisierte sie, man könne doch niemandem vorschreiben, wie er seinen Garten bewirtschafte oder pflege. Dabei war das nicht das Ansinnen von Verena Juranowitsch: Die Grünen-Rätin stand sehr wohl dafür ein, dass gefährdete öffentliche Bereiche aus Sicherheitsgründen vom Laub befreit werden müssten. Sie stellte lediglich infrage, ob wirklich ständig Laubbläser verwendet werden müssten, denn mit der Aktion würde auch der Reifenabrieb – ebenfalls ein gesundheitsschädlicher Feinstaub – aufgewirbelt werden. Nicht zu vergessen das Thema Artenschutz: Laubhaufen dienen im winterlichen Garten als Unterschlupf für Insekten, aber auch für größere Tiere, etwa den Igeln. Vize-Bürgermeister Walter Schmidt (PFW) argumentierte ebenso wie Prochaska damit, dass Laubhaufen beim nächsten Wind oder Sturm herumgewirbelt und in Nachbars Garten landen würden.

Freiflächen müssen von Laub befreit werden, um den Rasen zu schützen

Einige – beispielsweise Gemeinderätin Christa Summer (SPD) oder Dorothee Freeman (CSU) – fanden Laubbläser jedoch eher unnötig und plädierten dafür, diese zumindest im privaten Bereich nicht mehr einzusetzen. Walter Schmidt wies jedoch darauf hin, dass auch Kindergarten-Flächen oder jene im Freizeitpark vom Laub befreit werden müssten. Nicht wegen der Rutschgefahr, sondern weil das Laub vom Rasen müsse, da sich sonst Pilze bildeten, das Gras kaputt gehe und in der Folge absterbe.

Wieder zum Rechen zu greifen, sei eine Zumutung und aus Zeit- und Personalgründen nicht handlebar, gab Geschäftsleiter Bernhard Götz die Mitteilungen der Mitarbeiter des Bauhofs wieder. Und das Abtransportieren von Laub stehe in keinem Verhältnis zu den Einsatzzeiten der Angestellten.

Immissionsärmere Geräte sind der Kompromiss

Letztlich ging es auch um die Mehrkosten, die durch die Arbeiter des Bauhofs der Gemeinde entstünden. Martin Huber (UWL) hinterfragte das Kosten-Nutzen-Prinzip, und letztlich stimmte man mehrheitlich dafür, dass immissionsärmere Geräte mit Akku angeschafft werden sollen und ein Hinweis im Langenbacher Kurier die Bürger sensibilisieren soll, dass sie auf ihrem privaten Grundstück auf Laubsauger oder -bläser verzichten.  

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