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Gemeinderäte diskutieren

Heiße Debatte über Langenbachs Stellplatzregelung

Anzahl, Größe und Ablöse der Stellplätze in Langenbach sind strittig. Und die Ausnahmeregelung soll auch viel teurer werden.

Langenbach – Die Autos sind größer geworden, die sogenannten SUVs brauchen wesentlich mehr Platz. Weil Grund und Boden immer teurer wird und die Bauplätze kleiner ausfallen, stehen überdies immer mehr Autos auf der Straße. Vor diesem Hintergrund führte der Langenbacher Gemeinderat jetzt eine hitzige Debatte über eine neue Stellplatzsatzung.

Die alte Satzung stammt noch aus dem Jahr 1994. Seither hat sich allerdings viel getan. Denn offenbar stehen immer mehr Autos auf der Straße. Auf den Grundstücken herrscht also Platznot. Grund genug für Walter Prochaska (UWL), einen Antrag auf Überarbeitung der bestehenden Regelung zu stellen. Neben der Größe von bisher 2,30 auf fünf Meter stellte Prochaska dabei auch die bisherige Praxis der Ablöse durch Zahlung eines Geldbetrags zur Diskussion.

In Ausnahmefällen ist das nämlich möglich. Für 7500 Euro können sich Hauseigentümer praktisch von der Herstellung eines Stellplatzes freikaufen. Viel zu wenig, fand etwa Elmar Ziegler (CSU). Seiner Meinung nach könnte man für so einen Ausnahmefall bis zu 25.000 Euro verlangen. Das erschien der Mehrheit allerdings zu hoch. Die Tendenz ging in Richtung 15.000 Euro. Beschlossene Sache ist das aber noch nicht.

Für Duplexgaragen gibt es noch gar keine Regelung

Genauso wenig wie andere strittige Punkte eines Entwurfs, den die Verwaltung dem Gremium vorlegte. Dazu zähle etwa ein Bestandsschutz bereits vorhandener Stellplätze, oder dass die Größe künftig Breiten von 2,40 bis 2,60 Meter aufweisen sollte. Stellplätze für Behinderte sollten nach der Neuregelung bis zu 3,50 Meter breit sein.

Auch der Stauraum respektive der einzuhaltende Abstand von der Garage zur Straße hin, oder inwieweit Duplexgaragen zulässig sein sollen, um die Platzprobleme in den Griff zu bekommen, waren Thema. Für Letzteres gibt es bis dato gar keine Regelung.

Wie vielschichtig die Angelegenheit ist und dass es am Ende Ansichtssache ist, zeigte ein Einwand von Florian Böck (PFW), wonach die bestehende Regelung von zwei Stellplätzen pro Wohnung zu weit gehe. Es könnten – wie in Freising oder Hallbergmoos ja auch – 1,5 sein, wie es hieß.

An eine Abstimmung war bei all dem nicht mehr zu denken. Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, will man die Anregungen und Ideen aus der Debatte nun erst einmal in die neue Satzung einarbeiten. In einer der kommenden Sitzungen soll dann darüber entschieden werden.

Alexander Fischer

Rubriklistenbild: © dpa

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