Dutzende Verletzte bei S-Bahn-Unfall in Barcelona

Dutzende Verletzte bei S-Bahn-Unfall in Barcelona
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Dsa Ende eines illegalen Autorennens an einem unbeschrankten Bahnübergang: Dieses Szene war Teil des Drehbuchs einer außergewöhnlichen Übung.

Rund 100 Kräfte im Einsatz

Großübung der Feuerwehren: Horrorszenario am Bahngleis

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Langenbach - „Ach du Sch...“ Manch einem Autofahrer war das an den Lippen abzulesen. Doch was nach einer Katastrophe aussah, war nur eine großangelegte FFW-Übung. Für rund 100 Floriansjünger hatte man sich ein echtes Horrorszenario ausgedacht.

Es fehlte wirklich nichts: Zwei Autos waren Schrott, eine schwere Lok hatte sie erfasst, manche Insassen waren eingeklemmt und schwer verletzt, andere irrten verstört und unter Schock in den Wäldern umher, wieder andere lagen bewegungslos an den Gleisen, ein Auto fing Feuer, der Lokführer war verletzt, der Rangierer stand unter Schock. Das Bild, das sich da den Rettungskräften des Abschnitts 4/3 am Samstagnachmittag bei Langenbach bot, war ohne Zweifel ein echte Herausforderung.

Beeindruckende Iszenierung

Es war die Folge dessen, was sich die Mannen um Michael Lenzewski herum ausgedacht und mit großem Aufwand inszeniert hatten: Ein illegales Autorennen, bei dem die beiden Raser an dem unbeschrankten Bahnübergang der Kreisstraße FS 13 die heranbrausende Lok übersahen und von dem Zug erfasst wurden. Um 14.45 Uhr setzte der DB-Notfallmanager also den „Notruf“ ab, mit dem die sechs Feuerwehren aus Langenbach, Marzling, Oberhummel, Plörnbach, Thonstetten und Inkofen ebenso alarmiert wurden wie das Bayerische Rote Kreuz. Um 14.53 Uhr waren die ersten Floriansjünger vor Ort, die zwar wussten, dass eine Großübung abgehalten werde, die aber keine Ahnung hatten, was sie vor Ort erwartete. 

Und dann galt es also, sich einen Überblick zu verschaffen, die Verletzten zu versorgen, das Feuer zu löschen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, Abschnitte und Einsatzorte zu bestimmen, damit die Rettungsaktion auch geordnet ablaufen konnte. Das war angesichts der Tatsache, dass nicht genau bekannt war, wieviele Menschen in den Pkw gesessen hatten, nicht so einfach. Eine besondere Herausforderung war es, diejenigen Verletzten zu befreien, die in ihrem Wagen von der Lokomotive mitgeschleift worden waren: Schweres Gerät kam zum Einsatz, um das Dach des Wagens abheben zu können.

Klare Anweisung: Nicht schreien!

Derweil wurden diejenigen Unfallopfer, die es aus dem anderen Wagen herausgeschleudert hatte, als der in den Wald geflogen war, an einer Sammelstelle versorgt. Dabei hatten die Mimen vor Beginn der Übung nicht nur mittels Schminke das täuschend echte Aussehen von Schwerverletzten verpasst bekommen, sondern von Lenzewski auch klare Anweisungen erhalten: „Nicht schreien! Jammern ja, aber nicht die ganze Zeit schreien! Und wenn euch jemand fragt: Euch tut alles weh. Ihr seid schwer verletzt.“ Fünf Schiedsrichter verfolgten das Geschehen genau, machten sich Notizen und beurteilten ihre Feuerwehrkameraden - auch diejenigen, die für das Löschen des kleinen Waldbrands aus zwei großen Wassertanks eine Schlauchleitung legen mussten. Ziel der Übung war es ja auch, die einzelnen Einsatzabschnitte zu erkennen, die Zusammenarbeit der Feuerwehren zu üben und die Kooperation der Rettungskräfte zu stärken.

Wie hatte Lenzewski vor Beginn der Übung zu den Schiedsrichtern gesagt? „Ich wünsche uns eine schöne Übung.“ Schön? Das war relativ. Realistisch war sie für Außenstehende auf jeden Fall, wie die Reaktion der Passanten und Autofahrer bewies.

Bilder der Großübung der Feuerwehren in Langenbach

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