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Ehrung beim Jubiläum: (v. l.) Ortschefin Susanne Hoyer, Otto Radlmeier (Kreisverband), Josef Hörmann (2. Vorsitzender), Karl-Heinz Maier, Josef Brückl, Michael Klügl (Vorsitzender), Johann Jovanowitsch, Ewald Gröger, Gerd Backenegger, Johann Kreitner und Albert Oberprieler.

Krieger- und Reservistenverein Langenbach wird 100

Noch lange nicht fertig mit der Friedensarbeit

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Zum großen Fest brauchte es ein besonderes Symbol: Als der Krieger- und Reservistenverein Langenbach seinen 100. Geburtstag feierte, war auch eine Kanone dabei.

Langenbach – Die Kanone wurde aufwendig restauriert und bei der Kranzniederlegung vor dem Kriegerdenkmal auf dem Friedhof platziert. Das Geschütz und der heute 86 Mitglieder starke Verein stehen als Mahnung vor Krieg und seinen Folgen. „Wir sind noch nicht fertig mit der Friedensarbeit“, sagte Bürgermeisterin Susanne Hoyer.

Der Vereinsvorsitzende Michael Klügl hat mit seinen 44 Jahren noch keinen Krieg erleben müssen und erinnerte daran, dass die Zeitzeugen immer weniger werden. Er mahnte am Kriegerdenkmal, dass die Menschenwürde heute ein gefährdetes Gut sei.

Auch Langenbach musste zahlreiche Opfer beklagen

Langenbach habe viele Opfer beklagen müssen im Ersten Weltkrieg mit 17 Millionen und dem Zweiten Weltkrieg mit 55 Millionen Toten: Nach dem Ersten Weltkrieg zählte man 28 Tote oder Vermisste, nach dem Zweiten waren es 22. „Frieden muss jeden Tag erarbeitet werden“, betonte Otto Radlmeier, der Vorsitzende des Kreisverbands.

Langenbacher Mahnmal: Zum Jubiläum präsentierte man eine originale Kanone aus dem Ersten Weltkrieg.

Bürgermeisterin Susanne Hoyer sprach in ihrer Festrede zum 100-jährigen Bestehen von der Bedeutung des Vereins. „Ihr könnt nicht einfach eine Schlagerparty veranstalten oder einen Star aus Mallorca einladen“, sagte sie, „aber ihr seid genauso wichtig“. Deshalb müsse man sich Gedanken machen, wie der Verein sich der Öffentlichkeit präsentieren könne.

Erinnerung an zwei Gründungen und eine Fusion

Der Verein erinnerte sich am Sonntag an zwei Gründungen und eine Fusion. Am 16. November 1919 wurde beim Alten Wirt der Krieger- und Soldatenverein gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Reservistenverein ins Leben gerufen und 1980 verband man sich zum Krieger- und Reservistenverein. „Das war eine gute Fusion“, ergänzte Hoyer.

Mit einem Buch und einem Erinnerungsband für die Fahne beschenkte Bürgermeisterin Susanne Hoyer den Vorsitzenden Michael Klügl.

Den Festakt schloss der Verein mit Ehrungen ab. So wurden die Gründungsmitglieder des Reservistenvereins – Johann Kreitner, Albert Oberprieler, Ewald Gröger, Johann Jovanowitsch und Herbert Baumann – zu Ehrenmitgliedern ernannt. Mit diesem Titel wurden auch Gerd Langenegger, Karl-Heinz Maier und der ehemalige Bürgermeister Josef Brückl gewürdigt. Karl-Heinz Maier bekam zudem die goldene Ehrennadel des Kreisverbands überreicht.

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