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Statik und Brandschutz geklärt: Bau des Langenbacher Waldkindergartens könnte im Mai beginnen

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Die Tage der „Wald-Marie“ sind gezählt: Auf dem Gelände an der alten Inkofener Straße soll die Naturgruppe entstehen und zwölf Betreuungsplätzen Platz bieten.
Die Tage der „Wald-Marie“ sind gezählt: Auf dem Gelände an der alten Inkofener Straße soll die Naturgruppe entstehen und zwölf Betreuungsplätzen Platz bieten. Archiv © Margit Conrad

Es geht voran: Nachdem Statik und Brandschutz geklärt sind, könnte der Bau des Langenbacher Waldkindergartens in wenigen Wochen beginnen.

Langenbach – Der Waldkindergarten, eine Außenstelle der Kita Mooshäusl in Langenbach, war jetzt erneut Thema im Gemeinderat. Dieser tagt zur Zeit wegen Corona im Krisenmodus und nur mit neun Mitgliedern.

Hütte „nicht von der Stange“

Für die vorgesehene, aus gut einem Dutzend Kindern bestehende Naturgruppe hat man eigens eine Hütte auf dem an der Inkofener Straße gelegenen ehemaligen „Waldmarie-Grundstück“ geplant. Sie soll als Unterschlupf und Aufenthaltsort bei schlechtem Wetter dienen und über eine Toilette und alles, was dazugehört, verfügen. Ein namhafter Architekt hat umfassende Pläne eingereicht für eine knapp 64 Quadratmeter große Hütte, die mit einer gut 35 Quadratmeter großen Terrasse ausgestattet werden soll. Aber am Landratsamt Freising gab es offenbar noch Klärungsbedarf.

Gemeinderätin Eva Maria Bucksch (FW) wollte jetzt wissen, woran es noch hake. Ihre konkrete Frage lautete, warum immer noch keine Baugenehmigung vorliege. Sie zielte damit auf eine Statikberechnung und die Erfüllung von Brandschutzauflagen ab, welche das Landratsamt verlangt hatte.

Vizebürgermeister Rudolf Götz bat um Verständnis für die Verzögerung. Bei der Hütte handle es sich „um nichts von der Stange“. Die Pläne seien „innovativ“, das sei kein „Serienprodukt“, erklärte Götz, der Bürgermeisterin Susanne Hoyer in der Sitzung vertrat. Die Konstruktion der Hütte im Wald kommt ohne Erdberührung aus. Sie basiert auf einer Schraubenlösung, was als umweltfreundlich gilt. Geschäftsleiter Bernhard Götz merkte zudem an, dass von einer Statik zunächst nicht die Rede gewesen sei, als man das Anliegen mit den Behörden erörtert habe. Man sei mit dem Bauamt an einem Tisch gesessen, da sei weder von der Statik noch von Brandschutz etwas gesagt worden.

„Wir sind immer noch im Zeitplan“

Der Geschäftsleiter gab auf Nachfrage jedoch Entwarnung. In der Zwischenzeit seien die Auflagen erfüllt worden. „Die Statik ist schon nachgereicht“, sagte Götz, und auch der Brandschutz sei durch Kreisbrandrat Manfred Danner festgestellt und „nachgewiesen“ worden. Einer Genehmigung der Hüttenpläne stehe seinem Dafürhalten nach nun nichts mehr im Weg.

Mit einer maßgeblichen Verzögerung des etwa 70 000 Euro teuren Hüttenbaus ist laut Götz nicht zu rechnen. „Wir sind immer noch im Zeitplan“, erklärte der Geschäftsleiter. Er gehe davon aus, dass man noch im Mai mit dem Bau beginnen könne. Die Errichtung der Hütte für die Außengruppe des Kindergartens Mooshäusl selbst wäre dann in etwa zwei Wochen erledigt.

Neuigkeiten in nächster Gemeinderatssitzung

Dem Argument von FW-Gemeinderat Josef Kratzer, dass „die Statik doch nur die Kosten“ in die Höhe treibe, hielt der Geschäftsleiter entgegen, die Mittel dafür seien bereits im Haushalt eingestellt. Man hatte ursprünglich sogar 100 000 Euro für den Bau angesetzt. Im Übrigen verwies Götz auf die nächste Sitzung, in der es in Sachen Baugenehmigung für die Hütte der Waldkindergarten-Gruppe dann wohl schon Neues gebe. Das sah auch Vizebürgermeister Rudolf Götz so. „Da bleiben wir dran“, kündigte er gegen Ende der Debatte an.

Alexander Fischer

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