Die Dorfstraße in Langenbach ist ein einem denkbar schlechten Zustand. Jetzt ist sie deshalb sogar Gegenstand einer Haushaltsbefragung.
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Die Dorfstraße in Langenbach ist ein einem denkbar schlechten Zustand. Jetzt ist sie deshalb sogar Gegenstand einer Haushaltsbefragung.

Stichtag ist der 1. Juli

Dorfstraße muss komplett saniert werden: Langenbacher werden zum Verkehr befragt

Die Dorfstraße ist ein klarer Fall für eine Komplettsanierung. Im Zuge einer Verkehrsuntersuchung werden jetzt alle Haushalte befragt.

Langenbach – Die Dorfstraße in Langenbach ist in einem denkbar schlechten Zustand. Über weite Strecken gleicht sie einem Flickenteppich. Alles läuft daher auf einen Komplettausbau hinaus. Weil das eine teure Angelegenheit ist, hat sich die Gemeinde bereits Ende 2019 für eine Teilnahme am Städtebauförderprogramm entschieden. Damit müsste die Kommune die Kosten nicht alleine tragen. In dem Zusammenhang haben die Verantwortlichen auch eine Verkehrsberuhigung in Betracht gezogen. Bürgermeisterin Susanne Hoyer hat jetzt im Rahmen der notwendigen Verkehrsuntersuchung zur Situation an der Dorfstraße eine umfassende Befragung aller Haushalte angekündigt.

Es gibt einen Corona-Zusatz-Fragebogen

Mehr noch: Die Bevölkerung soll Gelegenheit erhalten, sich persönlich und generell zum Thema „Verkehr in Langenbach“ zu äußern. Man will vor allem herausfinden, welche Wege und Fahrten die Verkehrsteilnehmer zurücklegen und welche Verkehrsmittel sie dabei benutzen. Erklärtes Ziel ist es, eine aktuelle Datengrundlage zur Verkehrssituation in Langenbach zu erhalten.

Deshalb erhalten sämtliche Haushalte, wohlgemerkt auch die in den dazugehörigen Ortsteilen, bis Ende Juni ein Anschreiben und einen diesbezüglichen Fragebogen. Auch ein „Corona-Zusatz-Fragebogen“ ist laut Hoyer beigelegt. Mit dem will man die Veränderung des Mobilitätsverhaltens während der Pandemie erfassen und mögliche Verzerrungen der Ergebnisse ausschließen.

In besagtem Fragebogen zur Verkehrssituation können Angaben für bis zu vier Personen gemacht werden. Die Befragung gilt für Haushaltsmitglieder ab sechs Jahren. Für größere Gemeinschaften besteht die Möglichkeit, von der Homepage der Gemeinde ein Zusatzblatt herunterzuladen oder sich dies persönlich im Rathaus abzuholen.

Verkehrsbefragung vor Ort

Ganz wichtig bei der Datenerhebung ist allerdings, dass nur Angaben für einen einzigen Tag gemacht werden. „Stichtag ist Donnerstag, 1. Juli“, stelle Hoyer im Gemeinderat klar. Um belastbare Daten zu erhalten, seien nur Angaben für diesen einen Tag relevant. Wie außerdem aus dem Rathaus zu erfahren war, gebe es zusätzlich eine Verkehrsbefragung vor Ort: Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer werden angehalten und explizit nach ihrem Fahrverhalten befragt.

Die Erhebung in den Haushalten sei „absolut vertraulich und anonym“, wie Susanne Hoyer versicherte. Niemand könne Rückschlüsse auf die befragten Personen ziehen. Die Rückumschläge mit den Fragebögen werden demzufolge in geschlossenem Zustand direkt an das Büro der Planungsgesellschaft „Stadt Land Verkehr“ zur Auswertung weitergeleitet. Danach will man sie vernichten.

Alexander Fischer

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