Gemeinde tritt BEG bei

Langenbach erhält E-Ladesäule beim Alten Wirt

Flammendes Plädoyer im Gemeinderat: Aus Sicht von BEG-Vorstandsmitglied Andreas Henze (am Mikro) ist es höchste Zeit, etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun.

Langenbach ist der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land eG (BEG) beigetreten. Im Zuge dessen soll es bald eine Ladesäule für E-Autos beim Alten Wirt geben.

Langenbach – Die Kommune treibt die Energiewende voran: Wie Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer in der Gemeinderatssitzung im Beisein der beiden BEG-Vorstandsmitglieder Andreas Henze und Werner Hillebrand-Hansen deutlich machte, gelte es, sich dem Thema auf kommunaler Ebene „schleunigst mehr zu widmen“. Schließlich hätten die Kommunen Vorbildcharakter. Als Positivbeispiele in Langenbach nannte sie etwa die LED-Straßenbeleuchtung, den E-Golf und das E-Bike im Rathaus sowie die Ladestation am Bahnhof. Erst kürzlich hatte man in Kooperation mit den Stadtwerken München die 3,6-Megawatt-PV-Freiflächenanlage eines privaten Investors auf den Weg gebracht.

„Zeit ist es geworden“, sagte Hoyer zu dem jetzt gefassten Beschluss, vier BEG-Geschäftsanteile zu je 250 Euro zu zeichnen. Den Standort für die neue Ladestation für Elektro-Autos beim Alten Wirt hält Hoyer für ideal. „Hier ist unser Hotel, deshalb macht es da auch Sinn“, erklärte sie zu der 22-kW-Anlage, die die BEG kostenfrei zur Verfügung stellt.

Laut Hillebrand-Hansen könne es allerdings noch dauern, bis die Ladestation installiert ist. „Wir brauchen noch etwas Zeit“, bat er um Verständnis. Es gelte erst noch, den Förderbescheid abzuwarten und den Stromanschluss herzustellen. Dann werde man das Vorhaben aber „möglichst flott in die Tat umsetzen“, versprach Hillebrand-Hansen. Der Betrieb der BEG-eigenen Ladesäule ist auf zehn Jahre angelegt. Ein Weiterbetrieb ist von beiden Seiten beabsichtigt.

Andreas Henze hielt indes ein flammendes Plädoyer dafür, die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen. Am Ausbau erneuerbarer Energien führe laut Henze kein Weg vorbei. Demnach gelte es, eine vernünftige Mischung aus Sonnen- und Windkraft hinzubekommen. „Wenn die Sonne scheint, ist meistens kein Wind – und umgekehrt.“ Dazu seien allerdings größere Anlagen von Nöten als bisher. Da die vielversprechendsten Dächer schon mit PV-Anlagen belegt seien, gelte es, den Fokus jetzt auf leistungsfähigere PV-Freiflächenanlagen sowie auf größere Windräder zu legen. Letzteres sei allerdings aufgrund der 10H-Regelung in Bayern schwierig.

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Dass die laut Henze knapp 800 Mitglieder zählende BEG der richtige Kooperationspartner sei, daran ließ Hoyer keinen Zweifel aufkommen. Sie bezeichnete die Genossenschaft als „treibende Kraft der Energiewende im Landkreis“. Andreas Henze zufolge sind inzwischen gut zwei Drittel aller 24 Landkreisgemeinden Mitglied in der Bürger Energie Genossenschaft. Tendenz steigend.

Alexander Fischer

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