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Beim Spatenstich für den neuen Wohnpark (v. l.) Jürgen Kress, Dominique Tzschoppe, Susanne Hoyer und Christian Stark.

Spatenstich für Wohnpark

Ab Ende 2020: Seniorengerechtes Wohnen mitten im Ort

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Barrierefrei wohnen im Alter - in Langenbach ist das bald möglich. Am Montagmittag war Spatenstich für den Wohnpark an der Bahnhofstraße.

Langenbach – Schon seit längerem hatte Gemeindechefin Hoyer den Wunsch, dass Langenbacher die Möglichkeit bekommen, wenn sie aus ihren eigenen vier Wänden ausziehen wollen oder müssen, trotzdem im Ort ihren Lebensabend verbringen zu können. Dies wird mit dem Wohnpark Ende 2020/Anfang 2021 nun möglich.

Quasi in der Ortsmitte entstehen 17 Wohnungen im gehobenen Standard, allesamt barrierefrei. Die Einheiten werden zwischen zirka 40 und 150 Quadratmeter groß sein, im Erdgeschoß sind diese und auch der Gemeinschaftsraum rollstuhlgerecht ausgestattet. Und alle Wohnungen verfügen über Balkon oder Terrasse. Im ebenerdigen Garagengeschoß entstehen zudem barrierefreie Parkplätze, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Bei den Stellplätzen sind drei Stromtankstellen vorgesehen, geheizt wird das Gebäude, das wegen der nahen Schienenverbindung einen erweiterten Schallschutz, außerdem ein begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage erhält, mit Gas über ein Blockheizkraftwerk.

Kernidee: Die Bewohner organisieren ihr Gemeinschaftsleben selbst

Das Konzept richtet sich an Personengruppen, die das 54. Lebensjahr vollendet haben oder die wegen einer Behinderung einer bedarfsgerechten Wohnungen bedürfen. Im Erdgeschoß befindet sich ein großzügiger Raum für alle mit Teeküche sowie einer, der etwa von Ärzten, Pflegern oder Therapeuten genutzt werden kann. Kernidee ist: Die Bewohner organisieren ihr Gemeinschaftsleben selbst, unterstützen sich gegenseitig und nehmen bei Bedarf ausgewählte Pflegedienstleister in Anspruch. Die Wohnungen können gekauft oder gemietet werden.

Susanne Hoyer freute sich, dass alle Probleme, die es im Vorfeld der Planung gegeben habe, nunmehr überwunden seien. Seit 2017 habe sie mit dem Architekten Dominique Tzschoppe und den Investoren der Wohnpark Langenbach GmbH & Co. KG, Jürgen Kress und Christoph Stark, viele Möglichkeiten durchgespielt, wie man in Langenbach der älter werdenden Bevölkerung helfen könne. Ein Pflegeheim als Ersatz für jenes in der Freisinger Straße, das vor geraumer Zeit schließen musste, scheiterte am Flächenbedarf.

Hoyer: „Hier wird für die Zukunft gebaut.“

Mit dem gelungenen Projekt „Wohnpark“ bekenne sich die Gemeinde zu ihrer aktiven Seniorenpolitik und zeige außerdem, dass Langenbach nicht nur ein bevorzugter Wohnstandort für Pendler und junge Familien sei, sondern Heimat für alle Bevölkerungsgruppen, sagte Hoyer: „Hier wird für die Zukunft gebaut.“

„Mit ganz viel Glück“ könne in der Nähe des Wohnparks sogar ein kleines Pflegeheim verwirklicht werden, verriet die Bürgermeisterin. Nach ihren Worten fehlt nur noch ein bisschen Versorgung am Bahnhof – etwa eine Bäckerei mit Tagescafé. Und vielleicht habe irgendwann einmal die Bahn ein Einsehen und baue den Bahnhof barrierefrei aus (die Vorrichtungen sind vorhanden).

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