Das Neubaugebiet „Dobelbreiten“ in Niederhummel
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Das Neubaugebiet „Dobelbreiten“ in Niederhummel wird größter.

Aus dem Gemeinderat Langenbach

Rolle rückwärts: Baugebiet „Dobelbreiten“ in Niederhummel wird vergrößert

Das Baugebiet „Dobelbreiten“ in Niederhummel bekommt unverhofft Zuwachs: Auf einem einst als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesenen Feld sollen nun zwei Einfamilienhäuser entstehen.

Langenbach – Der Gemeinde Langenbach liegt nämlich ein Bauantrag für eine Fläche vor, die man bei der ursprünglichen Planung für das 30 Parzellen umfassende Neubaugebiet eigens außen vor gelassen hatte. Dort hatte man ausdrücklich landwirtschaftliche Nutzung definiert. Das Feld am Rande des 2,6-Hektar-Areals zwischen Mühlbach und Kaltenbach sollte auf Wunsch des Eigentümers weiterhin der Viehhaltung vorbehalten sein.

Nun gab Bürgermeisterin Susanne Hoyer im Gemeinderat jedoch bekannt, dass darauf zwei weitere Einfamilienhäuser errichtet werden sollen. Wie von Verwaltungsleiter Bernhard Götz zu erfahren war, rührt der Bauwunsch wohl von den Kindern des Eigentümers her. Die Kommune und auch der Gemeinderat standen dem Ansinnen auf Anhieb positiv gegenüber. Mit einem einfachen Beschluss war es aber nicht getan. Um die eingereichten Pläne in die Tat umsetzen zu können, bedarf es sowohl einer Änderung des Bebauungsplans „Niederhummel Dobelbreiten“ als auch des geltenden Flächennutzungsplans. Das Gremium hat dem damit verbundenen Verfahren deshalb zugestimmt und die Behördenbeteiligung sowie die öffentliche Auslegung der Pläne beschlossen.

Das mittlerweile so gut wie in Gänze hergestellte Baugebiet „Dobelbreiten“ erfährt, sollten sich keine größeren Hinderungsgründe ergeben, also eine Erweiterung. Unumstritten war es von Anfang an nicht: Skeptikern erschien es zu groß. Man wolle kein zweites Neufahrn werden, hieß es. 2014 fürchtete zudem die Regierung von Oberbayern ein „beinahes“ Zusammenwachsen der beiden Ortsteile Ober- und Niederhummel. Auch Kreisbaumeisterin Antonia Seubert hatte sich dahingehend geäußert. Die Gemeinde hielt aber am Plan fest und es gelang, die Bedenken zu entkräften.

Eingearbeitet wurde jedoch die Anregung besagten Anrainers, der darauf gepocht hatte, dass auf seinem angrenzenden Grund auch künftig Pferde, Rinder, Schafe und Ziege weiden können. Das Grundstück wurde daraufhin in den Umgriff des Bebauungsplans integriert und als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Damit war die Nutzung als Weidefläche fixiert. Eine Definition, die nun, nach der Rolle rückwärts, wohl bald Geschichte sein dürfte.

Alexander Fischer

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