Entwicklungskonzept für Uni-Projekt erstellt

Langenbach: Studenten decken Defizite auf - und dürfen wiederkommen

Langenbach - Studenten der TU München haben für ein Projekt die Gemeinde Langenbach unter die Lupe genommen. Nun wurden die Ergebnisse im Gemeinderat präsentiert. Nicht alles stieß auf Gegenliebe - doch die Studenten dürfen wiederkommen.

So manche Kommune gibt eine Menge Geld aus für ein Stadtentwicklungskonzept – für eine Bestandsaufnahme, für Ideen, was es in Zukunft noch alles zu verbessern gilt im Ort. In Langenbach kann man sich das sparen. Der Gemeinde liegen die Ergebnisse eines Projektseminars von Studenten der Technischen Universität München vor. Mit durchaus brauchbaren Vorschlägen. Auch wenn nicht alles auf Gegenliebe stieß bei der Vorstellung im Gemeinderat, so war am Ende doch klar, dass die Studenten „wieder kommen dürfen“, dass sie gute, umfassende Arbeit geleistet haben.

Studierende des Lehrstuhls für Bodenordnung und Landentwicklung hatten sich vor Ort einen Eindruck von der Gemeinde sowie von den Nöten und Bedürfnissen der Bevölkerung verschafft. Defizite, wie dass es an einer vernünftigen Ortsmitte und an einem modernen Rathaus fehle, deckten die 30 Studenten, die sich in acht Arbeitsgruppen der Sache annahmen, gnadenlos auf.

Ein Vorschlag: Seniorentreff im alten Bahnhof

„Es sind tatsächlich einige gute Ideen dabei“, urteilte Bürgermeisterin Susanne Hoyer bei der Präsentation im Rathaus. Es war bereits die zweite. Jedoch hatten bei einer Vorstellung im Frühjahr beim Alten Wirt nicht alle Gemeinderäte Gelegenheit gehabt, sich ein Bild von der Projektarbeit zu machen.

Hoyer sagte aber auch, dass man bei Vielem „gar nicht so weit weg sei“ von den Idealvorstellungen. Etwa bei der Freizeitgestaltung für Senioren, für die es bereits ein Angebot an Ausflügen und Treffen gebe – eine Anmerkung, die sie mit einem Dank an Seniorenreferent Elmar Ziegler verband. Einen Seniorentreff im Sinne eines eigenen Gebäudes gibt es indes nicht, wie die Studenten feststellten. Als Lösung bot sich aus ihrer Warte der alte Bahnhof an, den man etwa in eine Begegnungsstätte für Jung und Alt verwandeln könnte.

Als Standorte für ein neues Rathaus schwebt den Studenten etwa der Sparkassenparkplatz, ein nahegelegener Bolzplatz oder auch der Parkplatz beim Alten Wirt vor. Als dringlich erachteten die Arbeitsgruppen etwa auch, geeigneten Wohnraum für Familien zu schaffen. Hier hielten sie ein Grundstück an der Eichelbaumstraße für prädestiniert. Ganz im Sinne von Hoyer, die urteilte: „Sehr wohl geeignet.“

Alexander Fischer

Rubriklistenbild: © Grafik: afo/dpa/google

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