1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Langenbach

Wegen Corona: Neues Fahrzeug der Feuerwehr Langenbach erhält mit zwei Jahren Verspätung den Segen

Erstellt:

Kommentare

Über den offiziellen Segen für das HLF 20 freuten sich (v. l.) Walter und Thomas Schmidt, Sebastian Kugler und Fähnrich Tobias Würfl.
Über den offiziellen Segen für das HLF 20 freuten sich (v. l.) Walter und Thomas Schmidt, Sebastian Kugler und Fähnrich Tobias Würfl. © Lex

Es ist vollbracht: Mit knapp zwei Jahren Verspätung hat das neue Fahrzeug der Feuerwehr Langenbach den kirchlichen Segen erhalten.

Langenbach – Fast zwei Jahre nach der Übernahme erhielt das modernste Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Langenbach, ein Hilfeleistungs- und Löschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20), am Samstag den kirchlichen Segen. Zuvor hielt Diakon Christoph Gasteiger eine Andacht in St. Nikolaus von Flüe. Der Geistliche erklärte, dass das Fahrzeug zwar schon seit vielen Monaten coronabedingt ohne Segnung im Einsatz sei.

Trotzdem sei dieser Akt nun etwas Besonderes. Es sei die Bitte um Beistand, Schutz und Hilfe für die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen sowie zugleich Dank für gelungene Einsätze.

Thomas Glier, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, freute sich, dass bei der „etwas verspäteten“ Segnung so viele Mitglieder dabei sein konnten wie schon lange nicht mehr. Den Anwesenden berichtete Kommandant Thomas Schmidt, dass das neue Fahrzeug „genau auf den heutigen und zukünftigen Bedarf der Gemeinde zugeschnitten und auf die Taktik der Feuerwehr Langenbach angepasst“ sei. Die Gemeinde sei dem gefolgt, was ein Planungsteam nach 1500 Stunden Arbeit vorgeschlagen habe. Dafür dankte Schmidt ausdrücklich. Damit sei es gelungen, „den Schutz der Bürger auf ein neues Level zu heben“. Sogar ein Hygieneboard sei integriert, das man in diesen Zeiten bereits habe gebrauchen können.

Der Kommandant bekräftigte aber auch, dass das Hightech-Fahrzeug ohne trainierte Bediener nichts wert sei. Seit der Inbetriebnahme im Oktober 2019 habe man genau 100 Übungen gemacht, erklärte Schmidt. Deshalb habe man es auch sehr schnell geschafft, „dieses Fahrzeug als erstausrückendes Fahrzeug einsatzbereit zu melden und Einsätze aller Art damit zu fahren“ – sowohl Brände und schwere Verkehrsunfälle, als auch die Beseitigung von Unwetterschäden bis hin zu „abgesoffenen Autos“ sei alles dabei gewesen.

„Es wäre keine Option gewesen, das neue Fahrzeug über ein Jahr nur anzuschauen und nicht einzusetzen, weil es nicht gesegnet war“, sagte Bürgermeisterin Susanne Hoyer. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, wie häufig es inzwischen bereits benötigt worden sei. Die Rathauschefin erinnerte sich an die Planungen für das HLF 20, die schon 2017 begonnen hätten, und daran, dass man so ein Fahrzeug nicht von der Stange kaufen könne. Deshalb habe es eines hohen Sachverstandes aus den eigenen Reihen, des Kreisbrandkommandos und einer „versierten Verwaltungsfachfrau, die sich im Förderwesen bestens auskennt“ bedurft. Im März 2018 musste das Fahrzeug europaweit ausgeschrieben werden, im Mai 2019 „sah ich das erste Mal so ein großes Rettungsfahrzeug“, erinnerte sich Hoyer. Ende Oktober konnte das Fahrzeug mit dem Kennzeichen FS-FL-401 endlich abgeholt und „feierlich mit Gänsehautfeeling empfangen“ werden, ließ die Bürgermeisterin die Ereignisse Revue passieren.

Gekostet hat das neue Fahrzeug 480 000 Euro, dafür habe man 119 000 Euro an Zuschüssen erhalten. „Die Investition für die Sicherheit unserer Bürger und Bürgerinnen ist gut angelegt“, konstatierte Hoyer. „Mit der Beschaffung haben wir ein neues Kapitel der Langenbacher Feuerwehrgeschichte aufgeschlagen“.  

Raimund Lex

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare