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Von Applaus begleitet war die Bürgerversammlung beim Alten Wirt. Kritische Fragen an Bürgermeisterin Susanne Hoyer blieben so gut wie aus.

Im Alten Wirt

Langenbacher Bürgerversammlung: „Überall steht ein Kran - das tut uns gut“

Der Andrang hielt sich in Grenzen. Dasselbe galt für kritische Nachfragen. Bei der Langenbacher Bürgerversammlung hatte Rathauschefin Susanne Hoyer einen leichten Stand. Außer Seniorenbetreuung und kostenloser Grüngutannahme brannte den Teilnehmern offenbar nichts auf den Nägeln.

Langenbach – „Eine gute Bilanz. Es schaut gut aus, die Real-Steuereinnahmen steigen“, stellte Bürgermeisterin Susanne Hoyer gegen Ende ihres Rechenschaftsberichtes fest. Gut 40 Interessierte waren in den Bürgersaal gekommen, um sich den 45 Seiten langen Rückblick anzuhören.

Dass es alles andere als schlecht ausschaut in Langenbach, das war nicht nur so dahingesagt. Die Zahlen und Parameter belegten die These von stetigem, kontinuierlichem Wachstum in der Gemeinde. Als Beispiele nannte Hoyer etwa die Gewerbesteuer und die Einkommensteuer, die in den vergangenen vier Jahren immerhin von 2,1 auf 2,25 Millionen beziehungsweise von 2,6 auf 3,1 Millionen Euro gestiegen war. Letztere könnte noch weiter steigen, im Zuge des zu erwartenden Zuzugs. Denn, wie Hoyer betonte, hat man in jüngster Zeit „extrem viel Baurecht geschaffen“. Langenbach und Hummel wachsen, erklärte sie: „Überall steht ein Kran – das tut uns gut“.

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, das machte die Rathauschefin an kostspieligen Kanal- und Straßensanierungsmaßnahmen fest. So würden der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Langenbach und Großenviecht knapp 600.000 Euro, die Sanierung der Kirchstraße in Oberhummel ungefähr noch einmal das Gleiche kosten. Den Kanalausbau, der ebenfalls Hundertausende von Euros verschlingt, bezeichnete Hoyer als „Pflichtaufgabe“– aber auch als Investition in die Zukunft. Die Reinhaltung des Bodens und des Grundwassers stelle auch ein großes Vermögen dar, gab die Rathauschefin zu verstehen. Ob die Neugestaltung der Ortsmitte, die Situation in den Kitas oder auch das Bemühen um eine neue Seniorenresidenz, Hoyer ließ kein Thema von Interesse aus. Wie stets beschwor sie das Zusammengehörigkeitgefühl im Ort und das beispielhafte Engagement, das Bürger und Gemeindevertreter an den Tag legen würden.

Die folgende Fragerunde hatte sich schnell erledigt. Die Forderung nach kostenloser Annahme von Grüngut wies Hoyer mit dem Hinweis auf einen Gemeinderatsbeschluss zurück. Die Hoffnung einer Teilnehmerin, dass bald Ersatz geschaffen werden könne für das demnächst schließende Seniorenheim, teilte Hoyer ausdrücklich.

Alexander Fischer

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