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Langenbachs Bürgerversammlung: Emotional aufgeladenes Thema „Dorfstraße“ bewegt Bevölkerung

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Zuhörer bei der Bürgerversammlung von Langenbach
Vor allem der Verkehr auf der Dorfstraße trieb viele Langenbacher bei der Bürgerversammlung um. © Fuchs

Gerüchte und Emotionen: Der Verkehr auf der Dorfstraße war auch bei der Langenbacher Bürgerversammlung beherrschendes Thema, dem man sich ausgiebig widmete.

Langenbach – Die Dorfstraße und der Durchfahrtsverkehr zu den Stoßzeiten beschäftigt die Langenbacher Bürger am meisten. Bei der ersten von drei Bürgerversammlungen gab es am Montag im Anschluss an den Bericht von Ortschefin Susanne Hoyer ausschließlich Nachfragen zu diesem Themenkomplex.

Thema Dorfstraße

Hoyer hatte bereits bei ihren Ausführungen zur anstehenden Sanierung der Dorfstraße und dem geplanten Probebetrieb einer geänderten Verkehrsführung erläutert, dass die unterschiedlichen Wünsche, Anforderungen und behördlichen Vorgaben das Projekt als gordischen Knoten erscheinen lassen. Nach der Bürgerbefragung zum Thema „Verkehr in Langenbach“ und einer „Vor-Ort-Befragung“ der Verkehrsteilnehmer wurde vom Gemeinderat im Oktober ein dreimonatiger Testbetrieb beschlossen. Bevor dieser starte, so die Bürgermeisterin, würden aber erst noch die Umsetzbarkeit geprüft, Details angepasst und eine separate Infoveranstaltung für die Langenbacher durchgeführt.

Gerüchte ausgeräumt

Bürgermeisterin Susanne Hoyer bei der Langenbacher Bürgerversammlung
Stand in der Bürgerversammlung Rede und Antwort: Ortschefin Susanne Hoyer. © Fuchs

Nicht hilfreich sei in diesem Zusammenhang, dass Gerüchte in Umlauf seien, etwa dass die Dorfstraße zur Einbahnstraße gemacht werden solle, sagte Susanne Hoyer. Das sei definitiv nicht der Fall und auch gar nicht möglich, vielmehr gehe man den Testbetrieb völlig ergebnisoffen an und sei sich auch nicht zu schade, Dinge zu ändern oder Ideen wieder zu verwerfen. Einiges sei aber leider gesetzt, so die Rathauschefin: Beispielsweise sei eine generelle Verbreiterung der Dorfstraße nicht möglich.

Emotional aufgeladen

Dass das Thema emotional aufgeladen ist, merkte man am Montag an den Zwischenrufen und Fragen. So zog ein Zuhörer das Ergebnis der Verkehrsbefragung, dass nur acht Prozent Durchfahrtsverkehr gemessen wurden, sogleich in Zweifel. Die Bürger befürchteten auch, dass jedes Konzept nur eine Verlagerung des Verkehrs innerhalb der Gemeinde bedeuten würde, weil einfach Straßen fehlten. Den Vorschlag, im Rahmen der Maßnahme stationäre Blitzer zu errichten, hielt die Bürgermeisterin als Kontrolle in verkehrsberuhigten Bereichen für denkbar und machte noch einmal deutlich, dass viele einzelne Bausteine dazu beitragen müssten, um das Problem im Sinne aller in den Griff zu bekommen.

Viel Engagement

Insgesamt hatten am Montag mehr als 40 Menschen den Weg in den Bürgersaal des Alten Wirts gefunden, um dem Bericht von Susanne Hoyer zu lauschen. Dabei zeigte diese auf, wie viele Aktivitäten, soziales und ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde trotz Pandemie im vergangenen Jahr stattfand. Vom Fasching über den Martinszug, den Adventsmarkt, Fronleichnam oder die Ukraine-Hilfe bis hin zum Bürgerfest, der legendären Sportheim-Einweihung und weiteren Events wusste die Bürgermeisterin zu erzählen.

Vorfreude auf Buslinie

Die Einwohnerzahl sei 2021 auf 4156 gestiegen, wobei vor allem der Ortsteil Niederhummel zugelegt habe. Wenig überraschend habe es fast doppelt so viele Geburten (45) wie Sterbefälle (24) in der Gemeinde gegeben. Was Kindergärten und Schule angehe, sei einiges vorangebracht worden. Auch mit den Finanzen könne die Gemeinde sehr zufrieden sein, so die Bürgermeisterin, die als besondere Projekte die Sanierung der Dorfstraße, das Alte Bahnhofsgebäude, den Glasfaserausbau und den Biotop-Verbund hervorhob.

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Als Highlight für Langenbach bezeichnete Hoyer den Start der neuen Regionalbuslinie 688 im Dezember und versprach den Zuhörern, dass sie als Bürgermeisterin auch im kommenden Jahr wieder mit vollem Engagement für alle da sein werde.
Josef Fuchs

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