Der überflutete Langenbach
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Nach Starkregenereignissen – wie zuletzt vor wenigen Wochen – tritt auch der Langenbach über die Ufer.

Nach jüngsten Starkregenereignissen

Langenbachs Hochwasserschutz kommt auf den Prüfstand: Gemeinde plant neue Berechnungen und Konzept

Langenbach will mehr Hochwasserschutz. Angespornt von einem Förderprogramm sollen neue Berechnungen erstellt und das Rückhaltekonzept überarbeitet werden.

Langenbach – „Die alte Abflussberechnung ist schon über 20 Jahre alt“, machte Bürgermeisterin Susanne Hoyer jetzt im Gemeinderat deutlich. Da komme ein Förderprogramm des Freistaats, das für Gewässer dritter Ordnung wie den Langenbach gelte, gerade recht. Die Landesregierung bezuschusse ein solches Konzept mit bis zu 75 Prozent.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Starkregen gezeigt, wie schnell aus dem Langenbach ein breiter Fluss werden und die Rückhaltebecken im Ort doch an ihre Grenzen stoßen könnten. Das belegten Fotos in den Sitzungsunterlagen. Auch wenn die Gemeinde schon relativ gut aufgestellt sei, könne es aufgrund der zunehmend unberechenbaren Wetterlagen nicht schaden, den Hochwasserschutz und das gemeindliche Rückhaltekonzept auf den Prüfstand zu stellen, betonte Hoyer.

Prüfung auch für Mühlbach gefordert

Das sah die Mehrheit im Gemeinderat genauso. Es wurden sogar Stimmen laut, die forderten, auch andere Bachläufe in die neuen Berechnungen und Überlegungen miteinzubeziehen. Josef Kratzer (FWO) etwa regte an, auch den Mühlbach in Ober- und Niederhummel anzuschauen. Hoyer erklärte dazu, man werde auf jeden Fall prüfen lassen, ob auch das „förderfähig ist“. Wenn das in eine Art Gesamtkonzept gepackt werden könne, dann sei das selbstverständlich einen Versuch wert. Genaueres jedoch könne man erst nach eingehender Prüfung sagen.

Konzept soll Maßnahmen erörtern

In den vorliegenden Unterlagen hieß es im Wortlaut: „Zu erstellen ist hier ein Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept nach den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben.“ Dieses integrale Konzept zeige auf, „wie verschieden kombinierte Hochwasserschutz- und Rückhaltemaßnahmen Siedlungsbereiche an kleinen Gewässern vor einem mittleren Bemessungshochwasser (HQ100) schützen kann“. Und weiter: „Dazu gehören Stauanlagen und Dämme genauso wie Maßnahmen zur Hochwasservorsorge und zur Steigerung des natürlichen Wasserrückhalts.“

Unter diesen Voraussetzungen will die Verwaltung jetzt zum Vergleich Angebote von drei Ingenieurbüros einholen. Erst dann soll über die Vergabe entschieden werden. „Auf die Büros wartet viel Arbeit“, wie Hoyer am Ende der Debatte feststellte. Thema war nämlich auch, dass das Oberflächenwasser nicht mehr wie früher in die Kläranlage, sondern eben in den Langenbach geleitet wird. Florian Böck (FW) hatte die Einleitung als segensreich bezeichnet. Hoyer verwies in dem Zusammenhang auch auf das große unterirdische Becken an der Moosburger Straße.
Alexander Fischer

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