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Nahezu abgehoben: Diese Mädchen und Buben gingen mit ausgebreiteten Armen ins Rennen.

„Langenbach läuft“

Mit Euphorie dabei – trotz der Hitze

„Langenbach läuft“, der wohl aktivste Beitrag zum Bürgerfest, geriet zur Hitzeschlacht. Es war eine schweißtreibende Angelegenheit - und die Wasserträger hatten alle Hände voll zu tun.

Langenbach – Das Thermometer auf dem SV-Sportgelände zeigte 28 Grad im Schatten an. Nur: Da, wo die Strecke verlief, war kein Schatten. Da war Trinken angesagt, viel trinken. Kinder wie Erwachsene schnappten sich die mit Mineralwasser gefüllten Becher am Streckenrad gleich reihenweise. Und wer Glück hatte, der lief Claudia Adamek über den Weg. Die hatte sich eine Spritzpistole geschnappt und machte die Vorbeilaufenden damit richtig nass.

Der Andrang bei der dritten „Langenbach läuft“-Aktion war trotz der Hitze groß. 35 Kinder und knapp 50 Erwachsene gingen am Samstagnachmittag an den Start. Darunter richtige Zwergerl, aber auch Teilnehmer im hohen Alter – wie die 83-jährige Walkerin Maria Lang.

Es machten auch ganze Gruppen mit, sehr zur Freude von Organisatorin Dorothee Fremann, die an der Anmeldestelle des SV Langenbach Teams mit so fantasievollen Namen wie „Atemnot“ in Empfang nehmen konnte. Auch die örtliche Bücherei war mit einer größeren Abordnung vertreten beim munteren Lauf für Jung und Alt.

Richtig in Atemnot geriet aber glücklicherweise niemand. Aber die Anstrengung war den Teilnehmern beim Zieleinlauf deutlich anzumerken. Da machte es keinen Unterschied, ob die Kinder 35 Minuten lang 80 Meter im Kreis gelaufen oder die Erwachsenen eine Stunde lang auf der 800 Meter-Strecke zurückgelegt hatten.

Der Euphorie am Start wurde durch die Freude darüber abgelöst, es geschafft zu haben, möglichst viele Runden gedreht und möglichst viele Gummibändchen gesammelt zu haben. Die Kinder trugen die Bänder stolz aneinander aufgereiht am Arm. Die Papas und Mamas zählten sie ihren Schützlingen eins nach dem anderen vor. Denn die wenigsten wollten warten, bis das Ergebnis offiziell festgestellt und die Rangliste klar war. Viel lieber folgten sie der Parole „Eis für alle“, die jemand über Mikrofon ausgegeben hatte.

Spätestens bei der Siegerehrung am Sonntag waren die Strapazen dann endgültig vergessen. Die meisten werden sicher wieder mitmachen, wenn es im kommenden Jahr von Startgeberin Alexandra Wiens erneut so schön heißt: „Arme hoch! Lust auf Laufen?“ – „Jaaah!“ – „Auf die Plätze, fertig, los!“

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