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Wegen Pächtermangels geschlossen: Das Wirtshaus am Dorfbrunnen in Niederhummel hat nur noch selten geöffnet – bei Festen und Veranstaltungen der Vereine.

Leerstand am Dorfbrunnen  

Vereine ihres eigenen Glückes Wirt

Seit November steht das Wirtshaus am Dorfbrunnen in Niederhummel ohne Pächter da. Die Vereine helfen sich selbst – zumindest am Schank, weil die Küche wegen der Auflagen für sie tabu ist. Die Schützen, die Feuerwehr und auch der Frauenbund können dort zumindest ihre Feste feiern – Privatleute haben dagegen das Nachsehen. Und eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

Niederhummel – Man hat sich arrangiert, soweit es eben geht. Diesen Eindruck vermitteln die Verantwortlichen der Schützengesellschaft Niederhummel, der Freiwilligen Feuerwehr und der Katholischen Frauengemeinschaft. Veranstaltungen sind im leer stehenden Wirtshaus am Dorfbrunnen in Absprache mit der Gemeinde möglich. Dass das aber auf Dauer keine Lösung ist, darin sind sich alle Beteiligten einig.

Diese Ansicht vertritt auch Lydia Zollner. Sie ist die Vorsitzende der Frauengemeinschaft Oberhummel – und sie setzt darauf, dass sich Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer „schon etwas einfallen lassen wird“. Allerdings sei es für die Frauengemeinschaft auch „kein so großes Problem“, bei Veranstaltungen alles selber machen zu müssen. „Wir müssen ja eigentlich nur zu Weihnachten, an Fasching und zur Jahreshauptversammlung rein – da nehmen wir uns einen Caterer“, sagt sie zu der Situation, dass man die Küche wegen gesetzlicher Auflagen nicht nutzen kann.

Für Schützenmeister Rainer Schwarzbözl stellt sich die Lage problematischer dar: „Ohne Wirt ist es schlecht, wir sind davon abhängig nach dem Schießen“, sagt er. Freilich habe man immerhin eine Schankerlaubnis – und schließlich würden es alle Vereine so halten. „Bis zur Sommerpause kommen wir noch zurecht, dann hoffen wir einfach das Beste“, sagt Schwarzbözl.

Diese Hoffnung hegt auch der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Martin Wildgruber. „Wir stehen in gutem Kontakt mit der Bürgermeisterin, und wir wünschen uns natürlich, dass wieder ein Wirt herkommt.“ Das brauche allerdings „seine Zeit“, glaubt er. „Da wird nicht gleich einer Hurra schreien.“

Das dürfte auch Rathauschefin Susanne Hoyer klar sein. „Wir arbeiten an dem Problem“, betonte sie auf Anfrage der Heimatzeitung. Derzeit sei man noch auf der Suche nach einem Wirt. Hoyer erklärte auch, sie wolle sich einen Überblick darüber verschaffen, wie man in anderen Gemeinden damit umgeht, wenn die Dorfwirtschaft keinen Pächter mehr hat.

Alexander Fischer

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