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Angekurbelt: Paul Filser von den Oldtimerfreunden Hohenbachern beim Start einer Maschine der Marke Eigenbau.

Altfahrzeug- und Altmaschinenverein 

Oldtimertreffen des AAV Hummel: Der typische Schlag eines Einzylinders

Ob Muscle-Car, chromblitzende Limousine, ölverschmierter Bulldog oder Nostalgie-Motorrad: Das 6. Oldtimertreffen des AAV Hummel hatte alles zu bieten, was die Herzen von Schnauferl- und Oldtimerfreunden höher schlagen lässt.

Niederhummel – Zündung an, Benzinhahn auf, kurz die Kurbel ansetzen und schon springt der Mini-Traktor von Paul Filser, Mitglied der Oldtimerfreunde Hohenbachern, an. Normalerweise, denn diesmal brauchte der Konstrukteur, der den Hopfenbulldog selbst konstruiert hat, einige Umdrehungen mehr, bis der Motor ansprang und den typischen Schlag eines Einzylinders von sich gab. Ein Klang, der weithin zu hören war auf dem an Raritäten reichen Ausstellungsgelände.

Da stand der giftgrüne Opel Kadett aus den 1960er Jahren direkt neben einem amerikanischen Traum aus Lack und Chrom. Letzterer, ein rosa Desoto aus dem Jahr 1956 mit seinen Chromleisten und Weißwandreifen, zog eher die Blicke von Autoliebhaberinnen auf sich. Während die Herren der Schöpfung über die Unverwüstlichkeit eines Opel-Motors fachsimpelten, fanden die begeisterten Besucherinnen den „Amischlitten“ einfach nur schön. Wie unterschiedlich die Geschmäcker waren und sind, zeigte sich auf der anderen Seite der Straße, wo etwa eine echte englische Besonderheit bestaunt werden konnte: ein Sportwagen der englischen Marke JB Motors. Ein „Falcon“ mit Lederriemen um die Motorhaube, damit die Flügel während der Fahrt nicht hochklappen.

Die Besucher wussten gar nicht mehr, wo sie hinschauen sollten bei dieser Ansammlung von Edelkarossen, von traumhaft hergerichteten Traktoren und Lastwagen, von Motorrädern, von Gespannen, die einst als Nonplusultra galten.

Hochzufrieden zeigte sich auch der AAV-Vorsitzende Erwin Wiesheu. Nicht nur wegen der knapp 1000 Aussteller und der Tausenden von Besuchern, sondern auch, weil nicht nur die eigenen Leute, sondern auch alle anderen Vereine tüchtig mitgeholfen hatten.

Alexander Fischer

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