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Besser als so manche Konkurrenz aus München: Das Musical „The Addams Family“ begeisterte am Freitag die Besucher im Langenbacher Bürgersaal.

„The Addams Family“

Rasant und hoch amüsant: Neues Musical der Laienspieler Langenbach

Langenbach - Es wehte ein ordentlicher Hauch Broadway durch den Langenbacher Bürgersaal bei der Premiere der Jungen Laienspieler. Denn mit der Erstaufführung ihres Musicals „The Addams Family“ feierten sie einen großen Erfolg.

Das Stück an sich stellte sich als Glücksgriff heraus für eine so ambitionierte und talentierte junge Theatergruppe. Die Handlung des Broadway-Stückes ist zum Schießen. Vor allem, weil man den Plot aus der TV-Kultserie irgendwie noch zu kennen glaubt.

Die Lacher sind quasi vorprogrammiert im Spannungsfeld zwischen Normalos und den durchweg schrägen Grufti-Typen, die sich auf der Bühne bei einem Kennenlernessen um Kopf und Kragen reden. Der Grund: Die Tochter des Hauses Addams hat sich verliebt und will Mal Beineke, den Spross eines ganz normalen Spießerpaars aus New York, heiraten. Doch Morticia Addams, eine ganz in schwarz gekleidete Lady (gespielt von Judith Summer) mit einem Dekolleté „hinunter bis Venezuela“ – wie ihr Mann Gomez (Martin Braun) gleich zu Anfang begeistert feststellt – ist dagegen.

Vor diesem Hintergrund zauberte das JuLa-Ensemble eine beschwingte bis rasante, hoch amüsante Handlung auf die Bretter, die in diesem Fall eine Schattenwelt bedeuten. Mit Folterkammer und Ahnengruft. Aus der steigen gleich eine ganze Reihe durchgeknallter Zombies herauf. Die Crux von der Geschichte: Sie dürfen erst wieder hinab, wenn Wednesday Addams, der schwer verliebte Teenager, unter der Haube ist.

Voller Kraft und Dynamik

In der Hauptrolle spielt und singt Stefanie Schweitzer. Sie tut es mit Verve und Chuzpe. Es gehört schon eine Menge Mut dazu, mutterseelenallein vor einem weißen Vorhang zu stehen und von allen Seiten angestrahlt eine Arie voller Liebe und Leidenschaft zu schmettern – so geschehen und begeistert beklatscht im ersten Teil.

Der war, von wenigen ruhigen Szenen abgesehen, voller Kraft und Dynamik, was nicht zuletzt an bravourösen Nebendarstellern wie Fabian Mühlich lag, der als eine Art Riff Raff aus der „Rocky Horror Picture Show“ brillierte. Selbst Franziska Weber, die als Grandma Addams nicht gerade viel Gelegenheit hatte, sich auszuzeichnen, wusste diese sehr zur Freude des Publikums zu nutzen.

Ein großes Lob gebührt auch dem Bühnenbild. Einfach und doch opulent und jeder Situation anzupassen – eine Leistung, die Regisseur Jürgen Bucksch anscheinend einer ganzen Reihe von Helfern zu verdanken hat.

Gisela Bernbeck, die Leiterin der Laiengruppe, hatte nicht zu viel versprochen, als sie sagte, dass ihre „Jungen“ besser sind, als so manche Konkurrenz in München.

Termine und Tickets für „The Addams Family“

Das Musical „The Addams Family“ der JuLa ist noch am 24., 25. und 31. März sowie am 1. April zu sehen. Weitere Infos und Tickets gibt es auf der Homepage der Laienspielgruppe Langenbach.

Alexander Fischer

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