+
Renate Linow mit dem jüngsten Neuzugang ihrer Sammlung.

Langenbacherin besitzt ungewöhnliche Sammlung

„Sie fliegen mir zu“: Renate Linow besitzt 303 Kripperl

Langsam wird es eng in den Regalen von Renate Linow. Denn die Langenbacherin besitzt eine Sammlung von stolzen 303 Krippen - und es werden immer mehr.

Langenbach – Sie ist so etwas wie die Mutter aller Kripperl von Langenbach: In ihrem Wohnzimmer beherbergt Renate Linow das ganze Jahr über inzwischen mehr als 300 Krippendarstellungen – aus den verschiedensten Materialien, aus mehreren Ländern und in unterschiedlichen Größen. Gemeinsam ist allen Kripperln natürlich das heilige Paar, das Jesuskind, oft auch Ochs und Esel. Aber sonst gleicht keine Darstellung der anderen.

Schon im Vorgarten begrüßen den Besucher Hunderte von LED-Lämpchen an den Büschen und Sträuchern. Das setzt sich in Hausgang und Wohnzimmer fort, wenn Renate Linow „mit nur einem Finger“, wie sie betont, die Weihnachtsbeleuchtung einschaltet. Man steht unter einem Lichterhimmel. Und unter diesem Himmel befinden sich auch die Kripperl. Sie belegen eine komplette Wand, fein säuberlich aufgereiht auf Ablagebrettern bis knapp unter die Decke.

Eine Wand in der Essecke ist komplett mit Krippendarstellungen gefüllt. Aktuell sind es 303.

Aber dieser Raum reicht schon fast nicht mehr, die Darstellungen der Heiligen Nacht breiten sich bereits auf die angrenzenden Wände aus – und es ist kein Ende abzusehen. „Die Kripperl fliegen mir zu“, sagt Linow und lacht. Denn sie sammelt eigentlich keine Krippen. Und sie weiß auch nicht mehr sicher, wann das alles angefangen hat. Zehn Jahre sei es mindestens her, erinnert Linow sich, da habe sie ungefähr ein halbes Dutzend Krippendarstellungen besessen. Irgendwann sei es dann losgegangen: Bekannte und Freunde brachten ihr weitere, immer wieder und immer mehr. Die Ausstellung wuchs, und dass „bei der Renate“ Kripperl willkommen sind, das sprach sich herum.

Sogar aus Mexiko und Indien stammen die Exemplare

Die Vielfalt ist verblüffend. In einer der Krippen sitzt sogar ein Äffchen bei dem Jesuskind. Manche Freunde seien inzwischen „suchsüchtig“ geworden, erzählt Linow. Aktuell stehen genau 303 Kripperl in der Essecke, in diversen Größen. „Von eineinhalb Zentimeter Figurengröße bis hin zu einem Josef mit zwölf Zentimetern Größe“, erzählt Linow. Mit dabei sind Exemplare aus Holz, Glas, Ton, Wachs, Papier und Pappe, solche aus Stein, Kunststoff und Samt, Krippen in Welschnüssen oder in einer Kokosnuss, ja sogar eine Darstellung ist dabei, die aus einer CD gefertigt wurde. 

Die meisten der kleinen Krippen sind natürlich aus Deutschland. Linow beherbergt aber auch Darstellungen aus Mexiko, Äthiopien, Santiago de Compostela in Galicien/Spanien und aus Lourdes/Frankreich. Eine Darstellung stammt sogar aus Indien. Und die Langenbacherin weiß nahezu von jeder Ausführung, wer sie ihr geschenkt hat. Für das Guinnessbuch der Rekorde wird die Sammlung wohl noch nicht reichen, beeindruckend aber ist sie durchaus.

Raimund Lex

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Landkreis Freising richtet Fonds für Verhütungsmittel für Bedürftige ein
Frauen, die sich keine Verhütung leisten können, bekommen Hilfe vom Landkreis Freising. Sie können beantragen, dass die Kosten für ihre Verhütungsmittel übernommen …
Landkreis Freising richtet Fonds für Verhütungsmittel für Bedürftige ein
Warum werden die Hendl auf dem Freisinger Volksfest so teuer, Herr Tauscher?
Beim 89. Freisinger Volksfest kostet das halbe Hendl 8,90 Euro – ein Euro mehr als 2017. Auch die Maß ist teurer. Wir fragten bei Festwirt Ludwig Tauscher nach.
Warum werden die Hendl auf dem Freisinger Volksfest so teuer, Herr Tauscher?
Freisinger lässt im Rausch Herd an: Rettungskräfte evakuieren Wohnhaus
Angebranntes Essen in einer Wohnung in der Freisinger Angerstraße hat in der Nacht auf Freitag Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen. Im Rausch hatte ein Mann den …
Freisinger lässt im Rausch Herd an: Rettungskräfte evakuieren Wohnhaus
„Tellermine“ war nur ein Moped-Teil
Weil er eine vermeintliche Tellermine gesehen hatte, hat ein Freisinger am Donnerstag die Polizei alarmiert. Die Beamten gaben jedoch Entwarnung.
„Tellermine“ war nur ein Moped-Teil

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.