Verantwortliche beim Spatenstich für das Holzhaus der Mooskobolde
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Beim lang ersehnten Spatenstich für das Holzhaus der „Mooskobolde“: (v. l.) Kindergartenleiterin Silvia Aumüller, Gruppenleiterin Christine Schegerer, Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer, Bauamtsleiter Peter Kiessling, Architekt Dominique Tzschoppe und Geschäftsleiter Bernhard Götz.

Neue Außenstelle

Spatenstich für die „Mooskobolde“: Baubeginn bei Naturgruppe von Langenbacher Kindergarten

Die Freude beim Spatenstich für die Außenstelle des Langenbacher Kindergartens Mooshäusl war groß. Auch wenn es wegen Auflagen der Behörden länger gedauert hat.

Langenbach – Ein bisschen müssen die „Mooskobolde“ noch warten, bis sie ihr neues Domizil auf dem ehemaligen Waldmarie-Grundstück an der alten Inkofener Straße beziehen können. An dem idyllisch neben dem Auwald gelegenen Platz entsteht eine Mini-Kita mit allen Schikanen. Wie Architekt Dominique Tzschoppe beim offiziellen Baubeginn am Donnerstag erklärte, wartet auf die neue zwölfköpfige Naturgruppe des Langenbacher Kindergartens Mooshäusl ein moderner Holzbau, der über einen Gruppenraum, fünf Schlafkojen, ein WC und einen Allzweckraum verfügt. Außerdem gibt es einen Eingangsbereich mit Garderobe.

Damit die „Mooskobolde“, wie Kindergartenleiterin Silvia Aumüller die neue Gruppe benannt hat, im Winter nicht frieren müssen, verfügt der Bau über einen Holzofen. „Der Schwerpunkt ist es aber, draußen zu sein. Wir wollen uns der Natur anpassen,“ sagte Aumüller über ihre Vorstellung der neuen Außenstelle, in der sich künftig zusätzlich zu den bereits 70 Kindern der integrativen Einrichtung im Ort ein Dutzend weitere Kinder tummeln sollen.

Bürgermeisterin hat „fast der Mut verlassen“

Wie Bürgermeister Susanne Hoyer ausdrücklich bedauerte, hätte das eigentlich schon seit Mai der Fall sein sollen. „Zwischenzeitlich hat mich fast der Mut verlassen“, sagte Hoyer über das lange Prozedere mit den Behörden. Es hatte strenge Auflagen gegeben, was die Statik und den Brandschutz des geplanten Gebäudes betraf. „Ich hatte so das Gefühl, dass die Kinder vom Landratsamt vergessen werden“, erinnerte sich die Rathauschefin. „Ich dachte schon, wir bauen ein Hochhaus“, scherzte sie weiter. Die Ortschefin sagte aber auch, dass man jetzt stolz darauf sein könne, alle Forderungen erfüllt zu haben. „Es ist einfach alles berücksichtigt, was zur Sicherheit unserer Kinder beiträgt,“ stellte sie fest.

Die Kinder hätte Hoyer am liebsten dabei gehabt beim Spatenstich. „Die fehlen mir am meisten,“ sagte sie im Kreise der Beteiligten. „Zehn kleine Zwerge“, die selbst Hand anlegen würden beim Spatenstich, das wäre ihre Idealvorstellung gewesen. Da dies aber wegen Corona nicht ging, schritt man schließlich im kleinen Kreis der Offiziellen zur Tat, um den Baubeginn nach eineinhalb Jahren der Planung und Umgestaltung endlich auf den Weg zu bringen. Die Kosten für die neue Außenstelle des Kindergartens Mooshäusl bezifferte Bauamtsleiter Peter Kiessling auf „roundabout 150.000 Euro“. Inklusive Außenanlagen, wie er hinzufügte.

Ideales Grundstück

Dass der Platz auf dem gemeindeeigenen Grundstück ideal für eine Naturgruppe sei, daran ließ Silvia Aumüller keinen Zweifel aufkommen. „Es gibt hier viele Büsche und Kräuter, die man hernehmen“ und in den Alltag der Kinder einbeziehen könne, sagte die Mooshäusl-Chefin. Nicht zu vergessen der Baumbestand, der nach Auskunft von Architekt Tzschoppe in Gänze bestehen bleibt.

Wenn alles gut geht, und die Firmen entsprechend mitspielen, kann die Mini-Kita mitten in der Natur laut Hoyer im September in Betrieb gehen. Ob eine Einweihungsfeier möglich ist, das ließ die Rathauschefin mit dem Hinweis auf Corona derweil noch offen.
Alexander Fischer

Fabio (12) ist schwer krank. Ein neues Therapie-Fahrrad könnte ihm neuen Lebensmut und Selbstbestimmung geben. Doch die Krankenkasse zahlt nicht - trotz Empfehlung der Ärzte.

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