Die Fotos von der Großübung: In Oberhummel bei Langenbach probten am Freitag zahlreiche Einsatzkräfte mit einem Szenario aus Autounfällen und Stadtlbrand.
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Die Fotos von der Großübung: In Oberhummel bei Langenbach probten am Freitag zahlreiche Einsatzkräfte mit einem Szenario aus Autounfällen und Stadtlbrand.
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Die Fotos von der Großübung: In Oberhummel bei Langenbach probten am Freitag zahlreiche Einsatzkräfte mit einem Szenario aus Autounfällen und Stadtlbrand.

Auch THW und BRK involviert

Spektakuläre Übung: Feuerwehren proben Ernstfall in Oberhummel - Fotostrecke

In einer konzertierten Aktion haben Feuerwehr, THW und Rotes Kreuz am Freitag eine Großübung in Oberhummel durchgeführt – mit jeder Menge Hightech. Über dem Szenario im Sägewerk Neumair schwebte eine Drohne und die Einsatzleitung verfolgte das Geschehen via Satellit.

Oberhummel – Die Geheimhaltung hatte im Vorfeld gut funktioniert. Als der Alarm am Freitag losging und die Feuerwehren reihum mit Blaulicht und Martinshorn anrückten, fragte sich so mancher, was denn da passiert sein muss. Entwarnung gab es in den sozialen Medien. Feuerwehrleute und die Gemeinde haben gleich gepostet, dass es zum Glück nur eine Übung war, wie die Verantwortlichen erklärten. „Es haben nur wenige etwas gewusst“, räumte der Langenbacher Feuwehrkommandant Walter Schmidt ein. Aber es habe eben auch realistisch aussehen sollen. Von der Leitstelle kam immerhin sofort die Info, dass es sich um eine Übung handle.

Und um was für eine. 150 Helfer waren im Einsatz, zehn Landkreisfeuerwehren schickten ihre Helferteams. Auch THW und Rotes Kreuz waren maßgeblich beteiligt, um dem Schreckensszenario eines Großbrands und dreier bei einem illegalen Autorennen verunglückter Autos Herr zu werden. Als die ersten Einsatzfahrzeuge am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie mehrere Schwerverletzte, teilweise in ihren Autos eingeklemmte Personen vor. Hilfeschreie und schmerzverzerrte Gesichter prägten das Szenario. Alles musste schnell gehen. Während die einen sich um die Verletzten kümmerten, begannen andere mit der Brandbekämpfung. Es kamen Spreizer und Schere zum Einsatz, Schläuche wurden ausgerollt und Verteilerleitungen verlegt. Mehr und mehr Feuerwehren trafen ein. So viele, dass schnell der Eindruck entstand, dass gar nicht für alle genug Platz war auf dem Gelände.

Die Drohne weckt Begeisterung

Aber: „Es hat gut funktioniert“, urteilte der Organisator der Großübung, Johannes Neumair. Der für Gerätewesen bei der TUM-Werksfeuerwehr in Garching zuständige Berufsfeuerwehrler hob insbesondere die Koordination und Kooperation zwischen der Leitstelle und den Rettungdiensten am Einsatzort hervor. Mit federführend war die Freiwillige Feuerwehr Oberhummel. Auch die Polizei war mit eingebunden.

Gut geklappt hat laut Neumair die Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt „CopKA“ der Technischen Universität München. „Wir waren begeistert“, sagte der Organistor über den Einsatz einer Drohne und die damit verbundene Überwachung des Szenarios aus der Luft. Wie einer der Beteiligten feststellte, sei die Leitstelle „quasi live dabei“ gewesen – die Bilder wurden via Satellit übertragen. Auch der stellvertretende Kreisbrandrat Rudolf Schindler zeigte sich zufrieden. Von der Überwachung aus der Vogelperspektive seien alle angetan gewesen. Dass Gedränge geherrscht habe und es am Einsatzort eng zuging, sei verständlich und bis zu einem gewissen Grad auch beabsichtigt gewesen. Schließlich gelte es, Schwachstellen aufzudecken und eine entsprechende Analyse zu betreiben.

Alexander Fischer

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