Euro-Geldscheine
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Bei der Jahresrechnung 2020 kann man in Langenbach „definitiv von einem Rekordergebnis reden“, sagt Kämmerer Franz Schranner.

Gemeinderäte zufrieden

Stabile Steuerkraft trotz Corona: „Superjahr 2020“ für Langenbachs Finanzen

Die Jahresrechnung 2020 hat für helle Freude gesorgt: Trotz Corona konnte Langenbachs Kämmerer Franz Schranner ein Rekordergebnis verzeichnen. Auslöser war unter anderem die Gewerbesteuer.

Langenbach – Kämmerer Franz Schranner gilt qua Amts als kühler Rechner, als einer, der nicht leicht zur Euphorie, sondern eher zur nüchternen Sachlichkeit neigt. Aber eingedenk dieses unerwartet positiven Verlaufs befand selbst der Langenbacher Kämmerer, dass man bei der Jahresrechnung 2020 „definitiv von einem Rekordergebnis reden kann“. Schranner führte das in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auf ein gesundes Wachstum und auf die selbst in Zeiten von Corona stabile Steuerkraft der Gemeinde zurück.

So habe man beispielsweise 30 Prozent mehr Gewerbesteuer eingenommen. Der Ansatz lag bei 2,8 Millionen Euro, am Ende waren es aber über 3,6 Millionen. Es sei eine Firma dazugekommen, die kräftig gezahlt habe, freute sich der Kämmerer. „Wer hätte das gedacht?“, freute sich auch Bürgermeisterin Susanne Hoyer über „das Superjahr 2020“ und einen in weiten Teilen positiven Rechnungsbericht. „Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt mit einem noch nie da gewesenen Ergebnis von über zwei Millionen Euro“ hielt Schranner in seinem Bericht nämlich für ausdrücklich „erwähnenswert“.

Doch damit nicht genug der guten Nachrichten. Obwohl 2,5 Millionen Euro investiert wurden, konnten laut Schranner immerhin noch 84 000 Euro in die Rücklagen gesteckt werden. Damit hat die Gemeinde jetzt 3,8 Millionen Euro auf der hohen Kante. Außerdem seien keine neuen Schulden gemacht worden, wie der Kämmerer zu bedenken gab. Den aktuellen Schuldenstand bezifferte er auf knapp drei Millionen Euro. Aufgrund einer Tilgung seien das knapp 370 000 weniger als im Vorjahr. Der Jahresrechnung ist zu entnehmen, dass die Pro-Kopf-Verschuldung in Langenbach aktuell 739 Euro beträgt. Der Bericht verhehlt indes nicht, dass Langenbach damit klar über dem Landesdurchschnitt von 580 Euro liegt.

Auf die Euphoriebremse trat Schranner auch, was die Einkommensteueranteile anbelangt. „Da haben wir ein wenig Federn gelassen“, bedauerte er mit dem Hinweis auf ein Minus von 6,79 Prozent. Er habe im Hinblick auf Corona allerdings mit Schlimmerem gerechnet, insofern sei das noch hinnehmbar, urteilte Schranner. Besagte Einkommensteuer schlägt mit 3,2 Millionen Euro zu Buche.

Apropos Corona: In seiner Schlussbemerkung wies der Kämmerer noch darauf hin, dass es gelte, die Pandemie-Auswirkungen in den kommenden Jahren abzuwarten und die Entwicklung bei den künftigen Haushaltsplanungen zu berücksichtigen. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Ergebnis des Haushaltsjahres 2020 in den nächsten Jahren nicht mehr erreicht wird“, prognostizierte er – wieder in seiner gewohnt sachlichen Art.

Alexander Fischer

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